Kinder wissen, wie sie Erste Hilfe leisten

Von: ib
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DRK-Mitarbeiter Carsten Kohnen (Mitte rechts), legte bei einem der Kinder eine Sauerstoffzufuhr an. Mitte links beobachtet DRK-Kreisbereitschaftleiter Heinz Grevenrath die Aktion. Für die übrigen Kinder und Lehrerin Roswitha van Engelen (re). War dies eine ganz spannende Angelegenheit. Foto: Sommer

Erkelenz. Was passiert, wenn der Rettungswagen kommt? Wie sieht es darin aus? Viele Fragen stellten die Schüler der Klasse 3a der Astrid-Lindgren-Gemeinschaftsgrundschule dem Fachpersonal des Deutschen Roten Kreuzes.

DRK-Kreisbereitschaftsleiter Heinz Grevenrath, Carsten Kohnen und Patricia Montesinos beantworteten die zahlreichen Fragen der Kinder. Im Gegenzug stellte Kohnen den Kindern einige Fragen: „Was ist wichtig, wenn ihr Hilfe rufen müsst? Wie lautet die Notfallnummer? Und was habt ihr immer bei euch? Was muss ich als Ersthelfer vor Ort bei einem Unfall tun?“

Hier bewiesen die Kinder, dass sie geschulte Experten sind. „112“, antworteten sie und: „unseren Mund haben wir immer dabei, damit können wir den Verletzten trösten.“ Auch die W-Fragen bei der Angabe des Unfallortes waren den Kindern geläufig. „Wenn ihr die Notfallnummer wählen könnt, den Verletzten trösten und noch an einen Verbandskasten kommen könnt, dann habt ihr eine ganze Menge erreicht“, erklärte Kohnen.

Die Innenausstattung des DRK-Rettungswagens faszinierte die Schüler. So gestattete das Team einigen Kindern auf der Trage „Probe“ zu liegen.

Antonia war die Erste, und die Kinder staunten nicht schlecht, dass die Trage bis auf den Boden hinuntergeklappt werden konnte. Als zusätzliche Übung demonstrierte Kohnen, wie eine Sauerstoffzufuhr für den Patienten gelegt werden kann.

Patricia Montesinos erklärte die Innenausstattung des Wagens. „Wir reden die ganze Zeit mit dem Patienten“, sagte sie den Kindern. „Trösten und Ruhe bewahren ist wichtig.“

Sie demonstrierte den Kindern, dass die erste Maßnahme das Anziehen von Handschuhen sei. Auch hier wussten die Schüler die Gründe dafür und bewiesen, dass sie geschulte Experten sind. „Damit keine Ansteckung erfolgt und keine Übertragung von Bakterien stattfindet“, meldet sich Elisabeth.

Welche Bedeutung das Stethoskop hat, ist ihnen bekannt. Überrascht zeigen sie sich jedoch von der Akustik. Warum verschiedene Größen des Blutdruckmessgerätes vorhanden sein müssen, erläutert Montesinos. Dass ein Gerät zur Pulsmessung allerdings nicht die manuelle Kontrolle durch die Handmessung ersetzt, erstaunt die Kinder. So scherzt die Sanitäterin denn auch bei einem Kind: „Hier misst das Gerät keinen Puls, also haben wir hier den ersten Vampir.“

Die aufgelockerte Atmosphäre kommt bei den Kindern gut an. „Das ist gelebter Unterricht“, sagt Lehrerin Roswitha van Engelen begeistert. „Die Kinder haben die Hilfeleistungen schon verinnerlicht. Als gestern ein Klassenkamerad stürzte, wendeten sie ihre Kenntnisse sogleich an.“

Der Besuch des Rettungswagens stellt einen der Höhepunkte in der Unterrichtsreihe „Erste Hilfe für Kinder“ da.

Am 8. Juni lädt die DRK wieder zum Teddybärkrankenhaus in der Zeit von 10 bis 16 Uhr, Zur Feuerwache 8, in Erkelenz ein. Die Kinder können ihr verletztes Stofftier dann dem Arzt vorstellen.

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