Erkelenz - Kinder suchen die Geräte für verschiedene Spielplätze aus

Kinder suchen die Geräte für verschiedene Spielplätze aus

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Großer Andrang herrschte in Granterath, als Stadtjugendpfleger Markus Willmer mit den Kindern über ihren „neuen“ Kinderspielplatz diskutierte. Foto: pr
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Auch an der Wilhelmstraße in der Stadtmitte entschieden die Kinder bei den neuen Spielgeräten mit.

Erkelenz. In der letzten Woche erhielten Kinder aus Granterath und aus der Erkelenzer Stadtmitte Post vom Jugendamt. In dem Brief wurden sie eingeladen, gemeinsam mit Stadtjugendpfleger Markus Wilmer das neue Spielgerät auf ihren Spielplätzen zu planen. Insgesamt kamen rund 90 Kinder der Einladung nach und erschienen zum verabredeten Zeitpunkt auf den Spielplätzen.

An der Wilhelmstraße waren es rund 30, die sich auch schon im Vorfeld teilweise sehr konkrete Gedanken über die neuen Klettergeräte gemacht hatten. Wilmer hatte seinerseits schon eine kleine Vorauswahl getroffen und präsentierte mit den beiden Modellen „Neuss“ und „Weiden“ zwei multifunktionale Geräte aus Holz, jeweils im Wert von rund 11.500 Euro. Nötig geworden war die Maßnahme, nachdem eine Prüfung ergeben hatte, dass das alte Gerät aus dem Jahr 1997 „abgespielt“ war und dringend ersetzt werden musste. „Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist eine Neuanschaffung einfach sinnvoller“, erklärte Wilmer. Und dabei sollten die Kinder mitentscheiden.

Die beiden vorgestellten Holzgerüste waren natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Vielmehr bilden sie die Basis für das Gerät, das am Ende auf dem Spielplatz stehen soll. So brachten die Kinder eine Rutschstange, eine Kletterwand oder eine Hängebrücke ins Spiel, um die das Gerüst erweitert werden sollte.

In Granterath am Birker Weg waren es sogar an die 60 Kinder, die der Einladung gefolgt waren. Einige hatten schon eigene Zeichnungen dabei, um ihre Ideen besser veranschaulichen zu können. Diese wurden diskutiert, abgewogen, wieder verworfen, und letztendlich einigte man sich in beiden Fällen auf die bestmögliche Lösung. Das Granterather Gerät kann sogar an die 18.000 Euro kosten, da dort eine größere Fläche zur Verfügung steht. In Granterath fiel die Wahl auf das Modell „Barlo“.

Insgesamt hat die Stadt im laufenden Haushalt 60.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die Spielplätze im Stadtgebiet zu ertüchtigen. Nun ist es Wilmers Aufgabe, die Ideen zu einer konkreten Ausschreibung zusammenzufassen, Angebote einzuholen und dann das gewünschte Gerät in Auftrag zu geben. Das kann noch bis September dauern, denn die Kletteranlagen können nach dem Baukastensystem individuell erstellt werden.

Für die Übergabe der neuen Gerüste braucht Wilmer dann jedoch nicht mehr einzuladen. „Die Kinder bekommen schnell mit, wenn die Gerüste aufgestellt sind“, wusste er aus Erfahrung zu berichten. „Dann nehmen sie sie schon in Besitz, wenn die Absperrbänder noch nicht entfernt sind.“ Weitere Spielplatzplanungen sind in diesem Jahr nicht geplant. Das bereitgestellte Geld fließt in die Spielplätze, wenn ein Bedarf vor Ort erkannt worden ist. Denn die Stadt kontrolliert die Plätze regelmäßig daraufhin, ob sie für die Kinder nicht gefährlich werden könnten. Ist Gefahr in Verzug, schreitet Wilmer wieder zur Tat und beruft eine Vollversammlung der Nutzer auf dem Spielplatz ein.

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