Wegberg - Kein Autoverkehr in der Fußgängerzone

Kein Autoverkehr in der Fußgängerzone

Von: mb
Letzte Aktualisierung:
7470937.jpg
Tempo 30 innerhalb des Grenzlandrings? Mit zahlreichen Anregungen und Anträgen zum Straßenverkehr in um Wegberg setzte sich der Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr auseinander.

Wegberg. Mit zahlreichen Anregungen und Anträgen zum Straßenverkehr in um Wegberg setzte sich der Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr auseinander. Von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen kam der Antrag, den gesamten Bereich innerhalb des Grenzlandrings als Tempo-30-Zone auszuweisen.

„Unfallvermeidung, Lärmreduzierung und Schadstoffverringerung“ nannte Dr. Michael Scherer-Rath, Sachkundiger Bürger der Fraktion, als Argumente. Aber: Da es aus Sicht der Kreispolizeibehörde derzeit keine Unfallhäufung gebe, seien die rechtlichen Voraussetzungen zur Anordnung einer solchen Geschwindigkeitsbegrenzung für den Gesamtbereich derzeit nicht gegeben, teilte die Verwaltung mit.

Beecker Straße

Diverse Anträge kamen von der Fraktion Freie Wähler/Unabhängige: Auf der Beecker Straße sollte eine Tempo-30-Zone Verkehrsgefährdungen reduzieren. Auch hier gebe es keine rechtlichen Voraussetzungen zur Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung, teilte die Verwaltung mit, da die Beecker Straße eine Hauptverbindungsstraße mit hohem Durchgangsverkehr sei.

Das Aufbringen von Piktogrammen zur Radverkehrsführung auf dieser Straße wurde aber befürwortet und beauftragt. Bezüglich des Antrages auf einen Zebrastreifen oder eine Querungshilfe an der Einmündung Venloer Straße/Fussbachstraße verwies die Verwaltung auf später erforderliche Straßenbaumaßnahmen in diesem Bereich. Dann könne eine Querungshilfe eingeplant werden.

Um die Attraktivität der Hauptstraße zu steigern, beantragte die Fraktion außerdem, die Fußgängerzone für den Pkw-Verkehr als Einbahnstraße probeweise für ein halbes Jahr zu öffnen. Da dieser Bereich von seiner Struktur und Verkehrsflächenbeschaffenheit einen dauerhaften Kraftverkehr nicht zulasse und mangels Parkflächen lediglich unerwünschter Durchgangsverkehr entstehen würde, lehnte der Ausschuss den Antrag ab.

Die Einrichtung eines Fahrradschutzstreifens im Bereich Merbeck, Arsbecker Straße und Maternusstraße hatte die FDP-Fraktion beantragt. Beim Ortstermin mit der Kreispolizeibehörde stellte sich heraus, dass ein Fahrradschutzstreifen (Breite 1,25 m) durch den Kurvenbereich bei Begegnungsverkehr zu einer Gefahrenstelle im gesamten Straßenverlauf führen kann und daher aus gefahrentechnischer Sicht abzulehnen sei. Christoph Böhm, Fraktionsvorsitzender FDP, forderte „kreative Lösungen von der Verwaltung“ ein. Der Beschluss wurde zur erneuten Bearbeitung an die Verwaltung zurückgegeben.

Querungshilfe

Zu erneuten Beratungen an die Verwaltung zurück ging auch der Bürgerantrag der Dorfgemeinschaft Vereinte Freunde Kipshoven bezüglich einer Querungshilfe auf der L 127 Höhe Kipshoven. Hatte man 2011 noch die Hoffnung, eine Verlegung der Betriebsausfahrt der Firma Heyer unmittelbar auf die B 57 könne die Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer reduzieren, steht seit 2013 fest, dass der Landesbetrieb Straßenbau NRW keine weiteren Ausfahrten auf die B 57 zulässt. Hier war es Wolfgang Bennewirtz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, der forderte, das Pro-blem durch eine „Querungshilfe oder Bedarfsampel“ zu lösen. Die Verwaltung wird sich erneut mit dem Problem beschäftigen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert