Jugend spielt vor: Haushaltsgeräte geben den Takt an

Von: Anna Petra Thomas
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Die Kinder in der musikalischen Früherziehung beweisen, dass man auch mit ganz gewöhnlichen Haushaltsgegenständen prima musizieren kann. Foto: Anna Petra Thomas
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Erst seit Januar ist Patricia Schlebusch im Musikverein Waldenrath aktiv. Mit ihrer Blockflöte präsentierte sich sich dem Publikum schon im Duett mit Lehrer Josef Welfens. Foto: Anna Petra Thomas
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Das Bläserquartett kam mit seinen Weihnachtsliedern beim Publikum ebenfalls sehr gut an. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Waldenrath. Dass er sich um seinen Nachwuchs keine Sorgen machen muss, bewies der Musikverein Waldenrath bei seinem elften Jugendvorspiel. „Unser neuer Probenraum ist rappelvoll“, freute sich der Vorsitzende Manfred Philippen bei seiner Begrüßung.

Mehr als 70 aktive Mitglieder zählte der Verein bisher schon. 21 ganz junge, neue Musiker präsentierten sich beim Vorspiel mit dem, was sie seit Januar dieses Jahres gelernt haben. Dazu kamen „sieben alte Hasen“, wie Philippen die jungen Mitglieder nannte, die bereits im Orchester spielen.

Stolz war er auch darauf, dass der Anteil von Mädchen steigt, die sich der Ausbildung im Verein anschließen. „Es wird nicht alles funktionieren, aber alle sind gut vorbereitet und haben heute viel Spaß“, schloss der Vorsitzende seine kurze Ansprache.

Ausbilder Josef Welfens, zugleich Geschäftsführer des Vereins, erläuterte anschließend die vierstufige Ausbildung, die jeder Neuling durchläuft. Dass dabei am Anfang vor allem der Spaß an der Musik im Vordergrund steht, bewies Jeannette Welfens mit neun Kindern, die seit Januar dieses Jahres die musikalische Früherziehung des Vereins besuchen.

Mit sogenannten Boomwhackers, unterschiedlich langen, farbigen Kunststoffröhren, spielten und sangen sie das Adventslied „Dicke rote Kerzen“. Und mit ihrem „Schrottrock“ bewiesen sie, dass man auch mit ganz gewöhnlichen Haushaltsgegenständen wie einem Trichter, einer Kunststofftonne oder einem Stück Schlauch prima musizieren kann.

Ebenfalls erst seit Januar dabei sind die acht Kinder in der jungen Flötengruppe von Josef Welfens, die bereits eine musikalische Früherziehung absolviert haben. Sie präsentierten sich mit einem Stück, bei dem sie Frank Ollertz am Piano begleitete und mit einem Weihnachtslied. Eindrucksvoll bewiesen sie dann mit Schlaginstrumenten, wie sicher sich schon den Rhythmus eines Musikstücks beherrschen.

Mehrstimmig und in unterschiedlichen Tempi bewies danach die ältere Flötengruppe, ebenfalls geleitet von Josef Welfens, ihr Können.

Patricia Schlebusch, ebenfalls erst seit Januar im Musikverein, wagte sich zusammen mit ihrem Ausbilder sogar schon an ein Menuett von Bach. „Gut gemacht“, lobte Josef Welfens abschließend die Vorträge aller jungen Mitglieder, die zum ersten Mal auf einer Bühne gestanden hatten. Mit den Instrumenten, die sie bereits im Orchester des Vereins spielen, präsentierten sich anschließend Luca Philippen (Alt-Saxophon) zusammen mit seinem Ausbilder und Vater Manfred Philippen, Sebastian Pelzer (B-Klarinette) zusammen mit seinem Ausbilder und dem ersten Klarinettisten Christoph Gottschalk, danach Martin Rongen und Jakob Welfens, jeweils mit Kornett, einer verkürzten Trompete, sowie Alexander Dircks mit seiner Trompete und Lehrer Toni Hilgers, dem Dirigenten des Musikvereins.

Den Abschluss der Solistenvorträge bestritt Henrik Orths mit seiner Posaune. Es folgten ein Duett, ein Trio und schließlich Martin Rongen, Jakob Welfens, Alexander Dircks und Henrik Orths im Blechbläserquartett mit Weihnachtsliedern.

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