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Jacques Berndorf liest in Heinsberg

Von: anna
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Jacques Berndorf las in Heinsberg nicht nur aus seinem neuen Buch, sondern auch aus den ersten 40 Seiten seines Manuskripts für Eifel-Krimi Nummer 24. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Nicht nur mit seinem ganz neuen, seinem 23. Eifel-Krimi war Autor Jacques Berndorf als „Wiederholungstäter“ in der Heinsberger Buchhandlung Gollenstede zu Gast. Seine rund 80 Zuhörer überraschte er in der zweiten Hälfte des Abends mit Auszügen aus den ersten 40 Seiten seines Manuskripts für Werk 24, in dem er sich dem Thema Neonazismus widmet.

Berndorf, der im richtigen Leben Michael Preute heißt, lobte das Ambiente des ihm bereits bekannten Leseortes. Dann folgte er Buchhändler Marcus Mesche aus der Küche in Richtung des traditionellen schwarzen Sessels vor dem Burgberg-Panorama. Bevor er in den neuen Stoff der „Eifel-Bullen“ einstieg, erzählte er aus seinem Leben, „ziemlich wirr und ziemlich wüst“, unter anderem von seinem Erlebnis großer Angst bei einem Einsatz als Kriegsreporter während des Jom-Kippur-Krieges in Israel.

Dann las er vor, seine Geschichte Nummer 23 von zwei toten Polizisten, die mitten in der Nacht erschossen aufgefunden werden, viele Kilometer von ihrem eigentlichen Revier entfernt. Wieder begeistert Berndorf darin durch seine äußerste Genauigkeit im Detail von Ortsbeschreibungen und mit der Prägnanz, durch die er den handelnden Menschen Gesichter gibt. Und doch bleibt er ganz bescheiden.

„Hier ist keine Rede von Literatur“, fügte er nach dem ersten Lesestück gleich hinzu. „Was ich will, ist ziemlich simpel. Ich will sie unterhalten.“ Das neue Buch sei im Vergleich zu den vorigen schon sehr harter Stoff, so Berndorf weiter zum Inhalt. „Aber auch die Behandlung von Polizisten durch uns Bürger wird ja immer härter.“

Um Gewalt geht es auch im neuen Manuskript, „um Gewalt, die man gar nicht begreift“, so Berndorf zu den Protagonisten, auf die sein Romanheld Siggi Baumeister im 24. Buch trifft. Aber auch da ist Siggi wieder kein Held. „Er wird schon auf Seite zehn niedergeschlagen“, verriet Berndorf. Und auch das Schicksal seines Katers Satchmo gab er seinen Zuhörern in Heinsberg schon preis. Er wird im nächsten „Schmöker“ sterben.

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