Heinsberg-Oberbruch - Ist wieder ein Vergewaltiger in Oberbruch unterwegs?

Ist wieder ein Vergewaltiger in Oberbruch unterwegs?

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:

Heinsberg-Oberbruch. Bahnt sich in Oberbruch ein neuer Alptraum an? Für viele Menschen des Heinsberger Stadtteils werden die Erinnerungen an den Serienvergewaltiger, der zwischen Herbst 2006 und Mai 2007 fünf Frauen missbrauchte und eine sogar mit Messerstichen in den Hals zu töten versucht hatte, noch in böser Erinnerung sein.

Jetzt ist die Polizei erneut auf der Suche nach einem Vergewaltiger. Und wieder ist sein „Jagdrevier“ in der Nähe der Boos-Fremery-Straße. Das Opfer hatte jedoch Glück. Die Polizei bislang nicht, wie Hauptkommissar Karl-Heinz Frenken gegenüber unserer Zeitung bestätigte. „Bisher haben die Ermittlungen nicht zu einem Erfolg geführt.“

Am Sonntag, 29. September, gegen 2 Uhr, ging die 20-jährige Frau nach dem Besuch einer Diskothek an der Boos-Fremery-Straße in Richtung der Lebensmittelfiliale „Norma“ und wollte entlang des dortigen unbeleuchteten Fußweges zur Niethausener Straße ihren Weg fortsetzen. Als sich die junge Frau bereits auf dem Fußweg befand, wurde sie laut Polizeiangaben von einer männlichen Person ergriffen und zu Boden geschleudert. Da das Opfer sich mit Vehemenz zur Wehr setzte, konnte die Frau schließlich flüchten und so eine Vergewaltigung verhindern.

Bei dem Täter handelte es sich um einen etwa 25-jährigen Mann mit kurzen, borstigen Haaren. Er war circa 1,75 Meter groß, hatte eine sportliche Statur und sprach deutsch mit osteuropäischem Akzent. Die Polizei sucht dringend Zeugen, die Angaben zum Täter oder zum Tathergang machen können bzw. eine männliche Person beobachteten, die sich in der Nacht zum 29. September in verdächtiger Weise auf dem unbeleuchteten Verbindungsweg aufhielt.

„Parallelen zur Vorgehensweise in den früheren Fällen gibt es nicht“, erklärt Frenken. Der damalige Täter, der über Monate hinweg die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte, ist längst abgeurteilt. Der dreifache Familienvater, ein 34-Jähriger aus dem Nachbarort Dremmen, war der Polizei durch einen DNA-Test ins Netz gegangen.

Insgesamt 1578 Speicheltests wurden ausgewertet. Mit bis zu 90 Zivilbeamten observierte die Heinsberger Kripo seit der ersten Vergewaltigung im November 2006 die örtliche Disco-Szene, in der der Täter seine Opfer gefunden hatte. Hinweise zu der versuchten Vergewaltigung bitte an das Kriminalkommissariat 1 der Polizei in Heinsberg, Telefon 02452 - 9200.

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