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Intelligentes Netz: 80 Haushalte schließen sich NEW-Pilotprojekt an

Von: cbo
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Intelligentes Netz: 80 Haushalte in Katzem schließen sich NEW-Pilotprojekt an. Foto: imago/Jürgen Eis

Erkelenz-Katzem. Die NEW Netz geht neue Wege. Der handelsübliche schwarze Stromzählerkasten soll laut des Energieunternehmens der modernen Technik Platz machen. 80 Haushalte in Katzem haben sich dem Pilotprojekt „Intelligente Stromnetze“ der NEW Netz angeschlossen.

Bei einem Pressegespräch im Katzemer Freizeitzentrum nahm NEW-Geschäftsführer Markus Palic Stellung zu diesem neuen Vorhaben: „Wir haben Katzem ausgesucht, weil dieser Ort idealtypische Möglichkeiten bietet.“ Zu diesem Zweck waren alle Bürger in Katzem angeschrieben worden, um über das anstehende Projekt in Kenntnis gesetzt zu werden und den alten gegen intelligente Zähler auszutauschen. Im Katzemer Freizeitzentrum wurde bereits der neue Zähler eingerichtet.

Mit der Nutzung der Powerline-Technik ist nun die Möglichkeit gegeben, das Stromnetz als Datenübertragungsweg zu nutzen. Dadurch werden die Daten der neuen Zähler verschlüsselt und sicher übertragen. Für den Kunden wird es dann möglich, seinen Stromverbrauch am eigenen Computer einzusehen, um gezielter Energie einzusparen. Die genaue Technik stellte Albrecht Mensenkamp, der Prokurist der NEW Netz, vor. Im Zuge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aus dem Jahr 1998 entstand die Notwendigkeit, eine größere Anzahl dezentraler Energieerzeugungsanlagen einzurichten.

Durch die Energiewende seit 2011 sowie die Stilllegung der Kernkraftwerke bis zum Jahre 2022 wird der Bau deutlich beschleunigt, mit der Folge, dass größere Anlagen entstehen. Somit wurde der Ruf nach „intelligenteren“ Netzen laut. Der Einsatz der Powerline-Technik ist dabei ein System der Nachrichtenübermittlung über Stromleitungen. Dank einer ausgefeilten Modulationstechnik werden als Zusatz zum Wechselstrom der Stromversorgung Nachrichtensignale über die Stromleitung ausgesandt. Dadurch ist es gelungen, die Stromleitungen als Datenübertragungswege auszunutzen.

Eine ähnliche Art von Technik ist vom Babyfone bekannt. Um eine ausreichende Versorgung und Datenübermittlung zu gewährleisten, sind in Katzem vier Trafostationen eingerichtet worden: „Vorstadt“, an der Schule, an der Buschstraße sowie „Am Dreieck“.

Für ein Jahr wird das Pilotprojekt bis Ende September 2013 in Katzem getestet werden. Eine anschließende Auswertung wird dann ergeben, ob eine Ausweitung auf das gesamte Gebiet in zwei bis drei Jahren Sinn macht.

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