Hückelhoven - Integrationsprojekt nimmt Leben und Retter in den Blick

AN App

Integrationsprojekt nimmt Leben und Retter in den Blick

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
7622031.jpg
Einblicke: Bei „Leben lieben und Leben retten“ gab es auch einen Besuch der Feuerwache. Foto: hewi

Hückelhoven. „Leben lieben und Leben retten“ ist der Titel eines Projektes, das Integration und Erste Hilfe gleichermaßen miteinander verbindet. Entwickelt wurde das Projekt von Meral Kalayci.

Die examinierte Krankenschwester und Frauenbeauftragte des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) arbeitet für das Projekt eng mit der Stadt Hückelhoven und dem deutschen Roten Kreuz (DRK) zusammen. Ihr Ziel ist es, den jugendlichen Teilnehmern zwischen 12 und 16 Jahren den Wert des Lebens näher zu bringen. „Wer sein eigenes Leben schätzt, der hilft auch anderen in Not“, lautet ihr Motto.

Deshalb steht bei ihrem Kursus auch der Mensch im Mittelpunkt. Wie schnell es passieren kann, dass durch Unachtsamkeit oder einen Unfall ein Leben enden kann. Und was man tun kann, um ein Leben zu verlängern. Sei es aktive Wiederbelebung durch Beatmung oder Herzmassage oder „nur“ der rettende Notruf mit dem Mobiltelefon. „Wenn man das Handy zur Hand nimmt und den Rettungsdienst ruft, hat man vielleicht schon ein Leben gerettet“, erklärt sie ihren Schülern.

Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an türkische und deutsche Jugendliche gleichermaßen, denn „Lebensretter schauen nicht nach der Herkunft“. Im Mai 2012 begann sie mit dem ersten Kurs und 36 Jugendlichen. Derzeit hat sie einen reinen Mädchenkurs, was aber nur daran liegt, dass „Jungs mehr Zeit brauchen und anders lernen“.

Mit der Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmer vom DRK ihre Ersthelferbescheinigung, wie sie sie auch für den Führerschein brauchen. Dies stelle zwar einen zusätzlichen Anreiz dar, sei aber für die Teilnehmer nicht der Hauptgrund, ist sich Kalayci sicher.

Nun stand ein Besuch der Hückelhovener Feuerwache auf dem Programm, wo Wehrleiter Norbert Houben alle Register zog. Also gehörte neben den Informationen über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr und die Funktion der rund um die Uhr besetzten Wache natürlich auch eine Demons-tration der ausfahrbaren Rettungsleiter dazu. Wie hoch die ausgefahren werden kann, erlebten einige der Mädchen gleich am eigenen Leib.

Zur Ausbildung gehört auch, dass die Jugendlichen verstehen, wer alles Hand in Hand arbeitet, um Leben zu retten. Ein weiterer Termin vor Ort hat sie schon nach Brachelen in ein Pflegeheim für Senioren geführt. Denn auch dort arbeiten Lebensretter. Die Stadt Hückelhoven unterstützt das Integrationsprojekt mit Verbands- und Schulungsmaterialien. „Bei der Stadt bin ich auf großes Interesse gestoßen, als ich mit meiner Idee anklopfte“, erinnert sich Kalayci. „Die Sache hat eine Eigendynamik angenommen, über die ich mich sehr freue.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert