Innere Einkehr mit literarischen Texten

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz-Granterath. Ein besinnliches Programm zwischen den Jahren präsentierte die Gemeinde St. Maria und Elisabeth in der Pfarrkirche St. Michael. Gerade nach dem allgemeinen Weihnachtstrubel lechzt mancher nach ein wenig Besinnung. Daher war die musikalisch-besinnliche Stunde auch so gut besucht.

Mit Liedern und literarischen Texten wurde den Besuchern die Möglichkeit zur Andacht und der inneren Einkehr geboten. Gemeindereferentin Elke Schnyder setzte Denkanstöße mit Texten von Charlie Chaplin, Theodor Storm und Anni Pelz sowie mit Passagen aus dem Lukas-Evangelium.

So zitierte sie zum Beispiel eine Rede Chaplins, die dieser anlässlich seines 70. Geburtstages gehalten hatte und in der er als Schlüssel eines glücklichen Lebens die Liebe zu sich selbst nannte. So, wie er diese Liebe beschrieb, hat sie nichts vom allseits kritisierten Egoismus. Vielmehr ist sie Basis eines glücklichen und gottgefälligen Lebens.

Und tatsächlich waren die Texte bewusst ausgewählt und nicht nur für den reinen mentalen Verzehr geeignet. Vielmehr luden sie zur inneren Auseinandersetzung ein. Und das war sicher auch einer der Gründe, weshalb man im Publikum auch manchen passionierten Nicht-Kirchgänger sah.

Untermalt und unterstützt wurden die Texte von einer vielseitigen Auswahl an Liedern und Musikstücken, die so recht in diese besinnliche Zeit passen wollten. Als Sopran und an der Querflöte war Julia Kaun zu hören, Jürgen Pelz sang den Tenorpart und spielte die Orgel, während Jürgen Vieten aus Katzem an der Trompete und Thomas Vieten an der Trommel zu hören waren. Barbara Schnyder trug mit ihrem Gesang ebenfalls zum Gelingen des Abends bei.

Eröffnet wurde das musikalisch-literarische Programm von „Maria durch den Dornenwald ging“ und Beethovens „Der Himmel rühmt“. Immer wieder wurde das Publikum aber auch eingeladen mitzusingen, zum Beispiel bei „Nun freut euch, ihr Christen“, „Ich steh an der Krippe“ und den Weihnachtsklassikern „Heilige Nacht“ und „O du fröhliche“.

Neben ordentlich Hirnfutter gab es aber auch Glühwein, Plätzchen und Kakao, um im Gespräch das Gehörte und auch das im Jahr Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen. Klug ist, wer die nächste literarisch-musikalische Stunde zwischen den Jahren schon jetzt im Kalender vormerkt.

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