Inklusion ist Thema bei Schulprojekt

Von: hewi
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Die Lehrer Wolfgang Roth (links) und Peter Rohe (rechts) mit Teilnehmern des Comenius-Projektes „Integration“.

Hückelhoven. Das Hückelhovener Gymnasium nimmt noch bis Sommer an einem länderübergreifenden Projekt zum Thema „Integration“ teil. Gemeinsam mit Schülern aus den Niederlanden, der Türkei, Rumänien und Italien setzten sie sich zwei Jahre lang mit dem Thema auseinander und besuchen sich gegenseitig.

Gemeinsam mit den Lehrern Wolfgang Rothe und Peter Rohe zogen einige der Schüler nun Bilanz.

Zu den Arbeiten der Hückelhovener gehörte auch ein Blick an die eigene Schule. Der 14-jährige Philipp Hannuschik wollte bei einer Umfrage von seinen Mitschülern wissen, ob ihrer Meinung nach Integration an der Schule gelingt. Die Antworten fielen unterschiedlich aus und prangerten Benachteiligung und Bevorzugung an. Mehrheitlich waren die Befragten aber der Auffassung, das Thema Integration sei an der Schule gelungen.

Zum gemeinsamen Projekt gehören auch gegenseitige Besuche. Der letzte führte die Hückelhovener Gymnasiasten ins niederländische Culemborg, wo sie bei Gastfamilien untergebracht waren und am Schulunterricht teilnahmen. Sogar eine Deutschklausur wurde in Culemborg geschrieben, die in Hückelhoven auf dem Programm stand. Beeindruckend fanden die Schüler auch den Besuch des „Humanity‘s House“ in Den Haag. Dort kann man an mehreren Stationen erleben, was ein Flüchtling aus Afrika auf dem Weg nach Europa durchmacht.

Die Schüler bekamen auch eine Sonderbehandlung. Denn nur einen Tag nach dem offiziellen Besuch des US-Präsidenten Obama bekamen sie exakt dieselbe Führung mit denselben Erläuterungen im Reichsmuseum wie der Staatsgast. Neben vielen Gemeinsamkeiten erlebten die Schüler aber auch die Unterschiede zwischen den Lebenssituationen und Einstellungen. „Ich habe heute ein viel positiveres Verhältnis zur deutschen Pünktlichkeit“, betonte die 17-jährige Jule Krüger. Sie konnte sich einfach nicht damit anfreunden, erst zehn Minuten vor Schulbeginn aufzustehen und dann los zu hetzen, wie sie es bei einer Gastgeberin erlebt hatte.

Im Juni wird das zweijährige Projekt mit einem Besuch in Rumänien abgeschlossen. Die Schule wird sich weiter um die Teilnahme an solchen Projekten bewerben, erklärte Roth.

Voraussichtlich wird es dann das Thema „Technischer Fortschritt“ mit seinen positiven und negativen Auswirkungen sein, zu dem die Schüler forschen und sich austauschen sollen.

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