Waldfeucht - In Haaren weitere Arbeitsplätze erhofft

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In Haaren weitere Arbeitsplätze erhofft

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:
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Die jüngsten Turbulenzen um die Eisfabrik in Waldfeucht-Haaren, mit 300 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Gemeinde, machen Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen nicht sonderlich nervös.

Waldfeucht. Die Fakten sind eindeutig. Die Gemeinde Waldfeucht hat deutlich mehr Berufsauspendler als -einpendler. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt hatte für das Jahr 2010 exakt 2871 Waldfeuchter ermittelt, die außerhalb der kommunalen Grenzen in Brot und Arbeit sind, 1067 Menschen hingegen kommen werktäglich in die kleine Westgemeinde, um dort ihr Geld zu verdienen. Die Zahlen dürften sich bis dato nicht wesentlich geändert haben. Wieso gibt es so viele Auspendler?

Tut die Gemeinde Waldfeucht zu wenig, um Arbeitsplätze auf eigenem Terrain zu schaffen? Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen wehrt sich gegen derlei Kritik: „Natürlich hat die Gemeinde Waldfeucht viele Auspendler, wir sind schließlich laut Landesentwicklungsplan als Wohngemeinde vorgesehen.“ Aber nichtsdestotrotz unternehme die Gemeinde nach wie vor große Anstrengungen, den Unternehmen vor Ort die Möglichkeit zu geben, sich zu erweitern oder anzusiedeln.

„In den vergangenen zwei Jahren hat die Gemeinde alle eigenen Gewerbegrundstücke vermarkten können“, verweist der Bürgermeister auf vorzeigbare Erfolge. Vor allem das Haarener Gewerbegebiet Entenpfuhl finde bei Ansiedlungswilligen starkes Interesse – der Grund liegt auf der Hand: die neue EK 5 bietet die ideale Anbindung an das überregionale Straßennetz, vor allem an die A 46.

„Das Planungsverfahren für die Erweiterung des Haarener Gewerbegebietes ist in Gang gesetzt, hiervon versprechen wir uns einen weiteren Impuls, der letztlich auch Arbeitsplätze bringen kann“, gibt sich Bürgermeister Schrammen zuversichtlich. Im Haarener Gewerbegebiet sind – mit Ausnahme der Eisfabrik – nur kleinere und mittlere (Handwerks-)Betriebe angesiedelt. In dem zweiten Gewerbegebiet bei Bocket liegt der Schwerpunkt eindeutig auf Einzelhandel und Nahversorgung.

Schrammen überschlägt den Ist-Zustand an Arbeitsplätzen in Entenpfuhl: Dort dürften rund 400 Menschen (inklusive der Mitarbeiter des Eislagers) beschäftigt sein, in Bocket rund 150. Mit der Eisfabrik, die mitten im Ort gelegen ist, kommen nach Schätzung des Bürgermeisters nochmal 150 Arbeitsplätze hinzu.

Die jüngsten Turbulenzen um die Eisfabrik, mit 300 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Gemeinde, machen Schrammen nicht sonderlich nervös: „Ich bin da optimistisch. Mir liegen keine Besorgnis erregenden Erkenntnisse vor.“ Er richtet den Blick weiter auf das, was neu entsteht: Und das ist der große Edeka-Markt, der in der Nähe der EK 5 gebaut wird und weitere Arbeitsplätze bringt.

Waldfeucht ist eine Kommune, die überwiegend handwerklich-gewerblich geprägt ist. Bedeutet dies im Umkehrschluss, dass es zu wenig Arbeitsplätze für Frauen gibt?

Das sieht Heinz-Josef Schrammen nicht so: „Wir haben mit der Eisfabrik in Haaren, dem Einzelhandel und der Nahversorgung in Bocket und demnächst mit dem neuen Edeka sehr viele Arbeitsplätze gerade für Frauen. Was wir positiv beeinflussen können, das tun wir“, und fügt aber im gleichen Atemzug eine „alte Weisheit“ hinzu: „Weder Politik noch Verwaltung und auch nicht der Bürgermeister schaffen Arbeitsplätze, sondern fleißige, kreative, mutige Unternehmer. Wir können nur für gute Rahmenbedingungen sorgen.“ Deshalb sei es für ihn wichtig, permanent enge Kontakte zu den Betrieben innerhalb und außerhalb der Gemeinde zu pflegen.

Neben den Bereichen Kinder, Jugend und Schulpolitik ist die gemeindliche Wirtschaft für ihn als Bürgermeister ein Arbeitsschwerpunkt: „Wenn man so will, ist das Chefsache.“

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