In Commerden sind erst die Archäologen dran

Von: Kurt Lehmkuhl
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Funde aus drei Zeiteprochen wurden bei der archäologischen Untersuchung der Flächen gemacht, auf denen der Gewerbe- und Industriepark Commerden erweitert wird. Foto: Lehmkuhl
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Funde aus drei Zeiteprochen wurden bei der archäologischen Untersuchung der Flächen gemacht, auf denen der Gewerbe- und Industriepark Commerden erweitert wird. Foto: Lehmkuhl

Erkelenz. Ohne einen Blick in die Vergangenheit geht gar nichts, auch wenn alles Streben auf die Zuzkunft ausgerichtet ist. Bevor die Stadt Erkelenz den Gewerbe- und Industriepark Commerden (Gipco) erweitern kann, muss die dafür vorgesehen Fläche zwischen der Autobahn 46, der Bundesstraße57 und Commerden archäologisch untersucht werden. Wer weiß schon, was sich dort alles findet?

Eine Antwort lässt derzeit die Stadt Ekelenz durch ein spezialisiertes Unternehmen suchen – und hat auch schon eine vorläufige erhalten. Auf dem Gebiet gibt es Spuren von Leben aus dem Mittelalter, als dort Landwirtschaft betrieben wurde, und der Römerzeit. Darüber hinaus lässt eine noch viel ältere Epoche grüßen: die Bronzezeit und damit der Zeitraum von etwa 2200 bis 1200 vor Christi. Als „sensationell“ würde der technische Beigeordnete Ansgar Lurweg diese Funde nicht bezeichen.

Hinweise auf die Bronzezeit habe es auch schon im Bereich der Tenolter Straße gegeben, als dort eine Gewerbefläche erschlossen wurde. Allerdings wird die Stadt die Finanzierung ergänzender Ausgrabungen beschließen, weil die Arbeiten über das übliche Maß hinausgehen. „Es muss tiefer gegraben werden, weil sich die Funde aus der Römerzeit und der metallzeitliche Fundplatz teilweise überlagern.“

Eine Verzögerung in der Zeitplanung der Gipco-Erweiterung sieht der Beigeordnete nicht. „Ich gehe davon aus, dass der Bebauungsplan im Sommer Rechtskraft erlangt und dass wir im Herbst mit der Erschließung beginnen können.“

Bis dahin sollten die Ausgrabungen beendet, die Ergebnisse archiviert und die Genehmigung zur wirtschaftlichen Nutzung erteilt sein. Es sei denn, es findet sich doch noch eine Einmaligkeit wie der Kückhovener Brunnen aus der Zeit der Bandkeramiker. Darauf erpicht sind die vielen Interessenten nicht, die sich gerne im Gipco ansiedeln wollen. Die komplette Gewerbefläche ist bereits verkauft oder optioniert.

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