Wegberg-Beeck - Im Flachsmuseum sieht man ab sofort „Ins Blau“

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Im Flachsmuseum sieht man ab sofort „Ins Blau“

Von: mb
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Josef Jansen, Hausherr des Beecker Flachsmuseums, und Künstlerin Ursula Breuer-Kieven laden noch bis zum 18. Mai zu ihrer Ausstellung „Ins Blau“ ein. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Beeck. „Schauen Sie selbst, was es zu entdecken gibt“, lud Ursula Breuer-Kieven aus Mönchengladbach die zahlreichen Besucher der Vernissage „Ins Blau“ im Beecker Flachsmuseum ein, ihre Kunstwerke zu entdecken.

Überwiegend blaue Farbspiele ziehen sich durch die ausgestellten Collagen und Assemblagen, verbunden mit dem Naturton von feinen und stärkeren Leinenfäden im Zusammenspiel mit Ton- und Glas- und afrikanischen Knochenperlen. Aber auch Alltagsgegenstände wie Schlüssel und alte Wäscheklammern sind zu bestaunen.

Textiles begleitet die studierte Textilingenieurin seit frühester Kindheit. „Mein Opa war Webermeister, meine Tante lehrte mich den Umgang mit einer pedalbetriebenen Nähmaschine, mein Onkel war Schneidermeister“, erklärte sie ihre Vorliebe für Stoffe und Gewebe. In den Schränken auf dem Speicher ihres Elternhauses fand sie einen ganzen Ballen unverarbeitetes Leinen, „vermutlich für Bettwäsche“, das sie in ihren Bildern verarbeitete. „Mich hat gereizt, die Bilder durch die Verarbeitung von Gewebe und Fäden, Perlen und Gegenständen dreidimensional werden zu lassen“, beschreibt sie ihre Freude, Materialien zu berühren, zu formen, zusammenzufügen. „Ich liebe es, etwas unter meinen Händen entstehen zu lassen.“ Das Studium der Textilgestaltung an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach beschloss sie mit einer Diplomarbeit über Spitzen.

Um den praktischen Bezug zu vertiefen, lernte sie das Klöppeln. Für die Ausstellung hat sie in alten Unterlagen gestöbert, die Klöppelutensilien hervorgeholt und vieles davon in den vergangenen Wochen verarbeitet. Auch eine ihrer ersten Klöppelarbeiten findet sich in einem Werk wieder. Etwa die Hälfte der in Beeck ausgestellten Exponate ist im vergangenen Jahr entstanden. Seit 2001 geht Breuer-Kieven regelmäßig in Gemeinschafts- und Einzelausstellungen an die Öffentlichkeit.

Neben Werken in Acryl- und Ölfarben malt die Künstlerin mit Pastellkreide, die sie mit den Fingern verreibt.

„Innere Bewegung findet ihren Ausdruck auf Papier“, erläutert sie. Auch ein zartes, filigranes Pastellbild mit blauen Blüten hat den Weg in die Ausstellung gefunden. „Das Flachsmuseum ist für mich ein passender Ausstellungsort“, bedankte sie sich für die reibungslose Vorbereitung der Ausstellung beim Hausherrn des Flachsmuseums, Josef Jansen. Bis zum 18. Mai ist die Ausstellung im Flachsmuseum zu den üblichen Öffnungszeiten sonntags von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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