Wassenberg-Rothenbach - Im eigenen Zuhause wirklich alt werden

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Im eigenen Zuhause wirklich alt werden

Von: Nicola Gottfroh
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Alterssitz
So und ähnlich werden die Häuser auf dem Gelände der ehemaligen Mercury Kaserne aussehen. Das Wohnprojekt wird in einem architektonischen Gesamtmodell mit insgesamt fünf verschiedenen Haustypen verwirklicht.
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Die Umgebung bietet einen großen Freizeitwert. Und damit biete das Projekt ein generationenübergreifendes Angebot, finden die Verantwortlichen. Foto: Gottfroh

Wassenberg-Rothenbach. Wo einst britische Soldaten lebten, sollen nach dem Willen der Stadt Wassenberg und der neuen Investoren künftig Naturfans ein neues zu Hause finden. Mit der Verabschiedung des geänderten Bebauungsplans Nr. 57 ist der Startschuss gefallen für ein neues Wohnprojekt im Kreis, das „Rothenbach – Wohnen mit Komfort“ überschrieben ist.

Auf dem Gelände der ehemaligen Mercury­ Kaserne in Rothenbach zwischen dem Effelder Wald, dem Naturschutzgebiet De Meinweg, dem Naturpark Schwalm-Nette und dem Golfpark entstehen auf insgesamt 13 900 Quadratmetern 29 barrierefreie Bungalows. „Dass die Häuser behindertengerecht sind, soll aber nicht heißen, dass wir eine Zielgruppe von 60 plus haben“, betont Hans Rothkrans, der die Investoren vertritt.

„Es sollen nicht nur die klassischen Seniorenhaushalte, sondern auch die Haushalte der Alleinstehenden, Alleinerziehenden wie auch Familien mit und ohne Kinder angesprochen werden. Denn: Barrierefreiheit kommt doch jeder Benutzergruppe zu Gute – egal welchen Alters.“ Die Durchmischung aller Altersgruppen ist ganz klar gewollt bei diesem Wohnprojekt. Das große Ziel des Ganzen: die Möglichkeit, in seinem Eigenheim auch wirklich alt werden zu können.

Verschiedenste Wohnformen sollen durch den Projektentwickler Comfort-Haus GmbH und nach Entwürfen der Heinsberger Architektin Petra Lindt durch das Wassenberger Bauunternehmen HK Bau GmbH in einem architektonischen Gesamtmodell mit insgesamt fünf verschiedenen Haustypen verwirklicht werden. Insgesamt werden 29 Häuser entstehen. Das kleinste Haus ist 60 Quadratmeter groß, das größte 135. Die Größe der pflegeleichten Grundstücke soll mit 250 bis etwa 600 Quadratmetern überschaubar bleiben.

Auch Platz für Individualität bleibt – wenn auch lediglich in dem deutlich begrenzteren Rahmen des Gesamtkonzeptes. Darüber hinaus wird dem Wunsch der Käufer nach einer energieeffizienten Immobilie mit sparsamer Haustechnik entsprochen. Mit vorausschauendem Blick werden die Häuser zudem elektrisch so vorgerüstet, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein zentrales Gebäude-Management-System installiert werden kann. Bei der Planung wurde nicht nur auf Barrierefreiheit innerhalb der Eigenheime, sondern auch für die äußeren Bereiche geachtet. So sollen Straßenbeläge und Grünanlagen auch für Rollatoren und Kinderwagen gut geeignet sein.

„Die Umgebung bietet einen großen Freizeitwert. Golfer, Jogger, Pferdeliebhaber, Wanderer und Naturfans kommen hier auf ihre Kosten – und damit selbstverständlich auch Familien mit Kindern. Und damit bietet das Projekt ein generationenübergreifendes Angebot“, sagt Stilianos Brusenbach, der im Beirat der Comforthaus GmbH sitzt.

Im unmittelbaren Umfeld der behindertengerechten Häusern werde zudem ein Serviceangebot geboten, das das Leben im Alter erleichtern soll. Nur einen kurzen Fußweg von den Bungalow-Grundstücken entfernt werden in der alten Offiziersmesse der ehemaligen Mercury Kaserne derzeit eine Tagespflegeeinrichtung, ein ambulanter Pflegedienst und zehn privat anzumietende Wohngemeinschaften der Humanita Pflege & Betreuungs GmbH geplant.

„Somit können Anwohner des neuen Wohnprojekts bei Bedarf auf den ambulanten Pflegedienst und andere Serviceleistungen wie Begleitservice, Gartenpflege, Essensversorgung oder Botendienste zurückgreifen“, sagt Humanita-Geschäftsführer Uwe Steinborn. „Darüber hinaus werden wir ein öffentliches Café als Treffpunkt für Jedermann in der alten Offiziersmesse einrichten“, verrät Steinborn. Gebaut werden kann ab sofort. Die Infrastruktur ist bereits vorhanden.

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