IG Sparen hat in Erkelenz ganze Arbeit geleistet

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Der Haushalt für das kommende Jahr ist unter Dach und Fach. Bei 13 Gegenstimmen von den Grünen und der Bürgerpartei beschloss der Rat auf seiner letzten Sitzung das von Kämmerer Norbert Schmitz und seinem Team erstellte Zahlenwerk.

Erträgen von 89,620.519 Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 91,800.519 Euro gegenüber. Allgemeiner Tenor: Solide Arbeit, solider Haushalt! Und das, obwohl rechnerisch wohl mit einem Minus von rund 2,1 Millionen Euro abgeschlossen wird. Dabei handele es sich aber um ein reines Bilanzdefizit, betonte Jansen. Die Summe wird aus der Ausgleichsrücklage der Stadt gedeckt und hat ihre Ursache vor allem in den niedrigen Landeszuweisungen, wie Bürgermeister Peter Jansen in seiner Rede bei der Abstimmung über den Haushalt betonte.

Während zum Beispiel Hückelhoven 485 Euro und Wassenberg immerhin noch 446 Euro pro Bürger erhalten, sind es in Erkelenz gerade einmal 151 Euro. Von Seiten des Landes sei auch in Zukunft nur ein „laues Lüftchen in unseren Finanzsegeln“ zu erwarten. Es dürfe auch zukünftig nicht mehr mit den Landesmitteln gerechnet werden, wenn der Haushalt geplant wird. Vielmehr sei da „ehrlichem, nachhaltige Haushaltsplanung“ gefragt. „Wenn kein Wind weht, dann rudere“, zitierte er ein polnisches Sprichwort.

Lobende Worte fand nicht nur Jansen für die Arbeit der AG Sparen, die seit 2010 fraktionsübergreifend Einsparpotenziale sucht und diskutiert. Ziel sei dabei, dass die Sparmaßnahmen die Bürger nicht zu hart oder ungerecht träfen, hob Jansen hervor.

Der Kurs ist klar und an sich positiv: Seit 2006 konnten die Schulden um etwa zehn Millionen Euro gesenkt werden. Dadurch werden jährlich rund 500.000 Euro an Kreditkosten eingespart, was „für die Zukunft Spielräume bringt“, wie Jansen weiter ausführte. Investiert werde vor allem in die Zukunft, zum Beispiel durch neue Stellen in der Betreuung der unter Dreijährigen und mit einer neuen Tartanbahn im Willy-Stein-Stadion, die voraussichtlich 2015 fällig ist.

Nach dem schon fest eingeplanten Griff in die Ausgleichsrücklage im kommenden Jahr wird diese noch rund 9,7 Millionen Euro betragen. Daher ist Sparen auch weiterhin oberstes Gebot, wenn die finanzielle Selbständigkeit erhalten bleiben soll. Eine erfreuliche Nachricht für die Bürger: Die Steuern und Gebühren werden nicht erhöht – die Abfallgebühren werden sogar gesenkt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert