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Hückelhovener Zirkusfestival: Nur die besten Schulteams

Von: hewi
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Watt‘n Zirkus: Auch die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule Bochum-Wattenscheid war beim Hückelhovener Festival dabei. Fotos (3): Koenigs Foto: Koenigs
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Lea Kreutzer und Sophie Latour vertraten die Hückelhovener Farben ebenso gut wie ... Foto: Koenigs
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... Pia und Hannah Latour, die zu den Aushängeschildern vom Zirkus Pepperoni gehören. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Nur die besten der Schulteams, die zum fünften Zirkusfestival nach Hückelhoven gekommen waren, konnten sich für die große Abschlussgala im Zirkuszelt der Cassellys am Berresheimring qualifizieren. „Da sind natürlich auch ein paar Tränen geflossen.“

Das weiß Bianca Schiff, die den gastgebenden Zirkus Pepperoni des Hückelhovener Gymnasiums leitet. Doch im Zirkus herrscht eben das Leistungsprinzip. Immerhin haben die Hückelhovener ­Pepperonis obendrein sogar noch einen Sonderpreis ergattern können. Familie Casselly, die seit Jahren mit ihrem Zelt und ihren Erfahrungen einfach dazugehört zu diesem Festival, hat eine Trapeznummer der Schüler ausgewählt, die überzeugen konnte und demnächst in Remscheid bei einer Charity-Gala dabei sein wird.

2015 an anderer Stelle

Aber Bianca Schiff plagen auch andere Sorgen, denn der Platz am Berresheimring wird in zwei Jahren beim sechsten Zirkusfestival nicht mehr existieren. Ein Gebäude soll gebaut werden und wird den Zirkus verdrängen. „Aber darüber werde ich mir später Gedanken machen“, sagt sie, denn jetzt heißt es erst einmal die Schüler vor dem großen Auftritt zu bändigen. Je näher die Gala rückt, umso knisternder ist die Stimmung. Die Kinder scheinen sogar vergessen zu haben, von wo aus sie die Manege betreten und wie sie diese wieder verlassen werden. Da ist Beistand ebenso angesagt wie ein Machtwort. Beides hat die Pädagogin drauf und setzt es auch ein. Doch in wenigen Minuten wird die Hektik vergessen sein.

Annika Sander steht am Eingang und kontrolliert die Karten. ­Eigentlich wollte sie mit ihrer Luftringnummer, die sie gemeinsam mit ihrer Schwester einstudiert hatte, ein letztes Mal in der Manege stehen. Denn in diesem Jahr hat sie das Abitur gemacht und wird Medizin studieren. Da bleibt wohl wenig Zeit für Jonglage und Artistik. Trotzdem ist sie sicher, dass sie durch ihr Engagement bei den Pepperonis viel gelernt hat. Seit der fünften Klasse war sie dabei. Ihre Schwester Lena sogar schon als Grundschülerin. Für die Gala hat es bei den beiden zwar nicht gereicht, aber dabei sind sie trotzdem. Lena wird den Abend gemeinsam mit Philipp Reindahl moderieren. Annika wird sich auch überall nützlich machen bei ihrem letzten Zirkusfestival. Zum Zirkus gekommen sind sie durch ihre Mitschülerin und Verwandte Lisa Chudalla. Sie hat ihren Traum nach dem Abitur erfüllt und eine Ausbildung zur Artistin begonnen.

„Die Schüler arbeiten auf hohem Niveau, das hat schon Klasse.“ Der das sagt, muss es wissen. Es ist der Niederländer David Severins, der selbst in Rotterdam Artistik studiert hat und dabei Lisa Chudalla kennengelernt hat. Kurz vor dem Beginn der Gala steht er am Eingang und raucht noch schnell eine Zigarette. Selbst wenn er heute nicht in die Manege muss, ist das Lampenfieber der jungen Kollegen ansteckend. Severins ist eines der vier Jurymitglieder und konnte sich in den Tagen zuvor ein Bild von den jungen Artisten und ihren Nummern machen. Neben ihm sitzt auch Gertrud Hopfenbach vom ASV Rurtal, die sich mit geübtem Auge ein Bild von der sportlichen Leistung der Schüler macht. Doch wer es bis hier geschafft hat, der hat auch seine Nummer im Griff. Also können Hopfenbach, Severins und ihre beiden Jurykollegen Martin Vorwerk und Peter Krämer das Programm in der ersten Reihe genießen.

Brodelnde Stimmung

Das Zelt ist voll, die Stimmung brodelt. Immer wieder gibt es „La Ola“ und als Antwort eine Welle von gegenüber. Dann endlich: Das Schulorchester unter der Leitung von Claas Otto spielt „The Eye of the ­Tiger“ – und die Show beginnt. ­Andrea Axer darf in die Manege. Die stellvertretende Bürgermeisterin bescheinigt den Artisten und ­Gästen eine „Stimmung wie im Fußballstadion“. Dann folgt eine atemberaubende Nummer nach der anderen und schon nach wenigen Minuten haben die Zuschauer vergessen, dass es ja „nur“ Schüler sind, die da in der Manege alles geben.

In zwei Jahren folgt das sechste Zirkusfestival. Dann also nicht mehr am Berresheimring, aber „am Platz soll es nicht scheitern“, versichert Andrea Axer.

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