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„Hiob“: Glaube, Verzweiflung und Hoffnung in der Stadthalle

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Im Rahmen der Abo-Reihe der Kulturgemeinde der Stadt Heinsberg wird das Stück „Hiob“, ein Schauspiel von Joseph Roth, aufgeführt.

Heinsberg. Das Rheinische Landestheater Neuss gastiert am Montag, 11. März, um 20 Uhr in der Stadthalle Heinsberg. Im Rahmen der Abo-Reihe A der Kulturgemeinde der Stadt Heinsberg wird das Stück „Hiob“, ein Schauspiel von Joseph Roth, aufgeführt. Es spielen Joachim Berger, Sigrid Dispert, Ulrike Knobloch und andere.

„Hiob“, eine Familiensaga, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg beginnt, gilt als Joseph Roths berühmtester Roman. Er führt die biblische Geschichte von Hiob, dem Gott ohne Grund alles nimmt, mit dem Schicksal des Menschen in der modernen Welt, der seine Kinder, seine Frau und seine Heimat verliert, zusammen.

Leiden und Entbehrungen

Was Mendel Singer, dem Dorfschullehrer aus Ostgalizien, widerfährt, ist ein Märchen, eine Heilsgeschichte wie die von Hiob. Ihn wollte Gott lehren, dass Leiden und Entbehrungen nie sinnlos sind.

Das Stück beginnt mit der Geburt des vierten Kindes, Menuchim, das an Epilepsie leidet. In die Ehe zwischen Mendel Singer und seiner Frau Deborah schleicht sich Entfremdung ein. Ist das behinderte Kind eine Prüfung oder Strafe Gottes? Auch die drei anderen Kinder bereiten Sorgen: Der älteste Sohn meldet sich freiwillig zum Militär, der zweite wandert nach Amerika aus, die Tochter Mirjam lässt sich mit einem Kosaken ein.

Die Lebensumstände der Familie werden immer schwieriger, so dass sich Mendel und Deborah entschließen, mit Mirjam zum Sohn Sam nach Amerika zu ziehen und den behinderten Menuchim zurückzulassen. Doch Sam fällt im Ersten Weltkrieg, der älteste Sohn ist als vermisst gemeldet, Mirjam wird verrückt und Deborah stirbt vor Kummer.

Nachdem Mendel alles ertragen hat und im Glauben unerschütterlich geblieben ist, beginnt er nun, an Gott zu zweifeln. Erst ein Wunder, an das niemand geglaubt hätte, bringt die Wendung der Geschichte und seinen jüngsten Sohn zurück.

Eintrittskarten sind zum Preis von 13 Euro für Erwachsene und fünf Euro für Schüler und Jugendliche beim Schul-, Kultur- und Sportamt der Stadt Heinsberg, Rathaus, Apfelstraße 60, in Heinsberg, Zimmer 504, unter Telefon 02452/14193 erhältlich.

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