Erkelenz-Matzerath - Highland Games: Treffpunkt der starken Männer

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Highland Games: Treffpunkt der starken Männer

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Acht Mannschaften traten zur „Schotten-Olympiade“, den Highland-Games in Matzerath, an. Foto: Koenigs

Erkelenz-Matzerath. Einmal im Jahr wird Matzerath zum Treffpunkt der starken Männer in karierten Röcken. Denn bei den Highland Games kommt es neben Geschick vor allem auf Kraft an, wenn man die einzelnen Disziplinen der Schotten-Olympiade bestehen will.

Bei den mittlerweile achten Highland Games traten acht Mannschaften an. Darunter waren auch alte Bekannte wie die Hetzerather Camper, ein Team des THW. Besonders augenfällig präsentierten sich die Könige der Tafel in ihren Schottenröcken in teilweise grellen Modefarben. Sie selbst definierten sich als Nomad Clan, der keine konkrete Heimat braucht. Auch bei den Regeln hatten sie eine sehr eigenwillige Interpretation. Denn sie waren der festen Überzeugung, dass der Promillegehalt der Teammitglieder als Multiplikator für die spätere Punkteauswertung angerechnet würde. Dementsprechend arbeiteten sie während des gesamten Wettbewerbs verbissen an ihren Punkten.

Die Matzerather Schotten wurden vor 13 Jahren als eigenständige Abteilung der Schützenbruderschaft St. Josef gegründet. Ihr Clan besteht heute aus 14 Mitgliedern, darunter mit Ken McKinney auch einem waschechten Schotten, der sich neben dem stilvollen Tragen des Clans-Zwirns auch auf das Spiel des Dudelsacks versteht. Dies stellte er im Laufe der Veranstaltung mehrmals eindrucksvoll und durchaus harmonisch unter Beweis.

Bei den einzelnen Disziplinen, die auf dem Matzerather Bolzplatz absolviert werden mussten, handelt es sich teilweise um verbürgte Wettkampfarten aus Schottland. Andererseits hatten sich die Veranstalter auch einige neue Herausforderungen ausgedacht, um den Wettkampf auch für das Publikum attraktiver zu gestalten. So mussten Balken geworfen, Traktoren gezogen, Strohballen über hochhängende Seile geworfen und bis zu hundert Kilo schwere Steine gewuchtet werden. Doch auch Geschicklichkeit war angesagt. Zum Beispiel beim Parcours, den man mit einem schweren Balken durchlaufen musste, ohne den Mannschaftskameraden abzuwerfen, der sich auf dem Balken festhielt. Beim Balanceakt über ein Wasserbassin hatte auch Bürgermeister Peter Jansen schon seine nassen Erfahrungen gesammelt und war baden gegangen. Für so viel Einsatz soll er demnächst zum Ehrenschotten bei den Matzerather ernannt werden, wie es aus gut unterrichteten Quellen hieß. Beim Baumstammweitwurf war es schon an sich eine sportliche Leistung, den Stamm senkrecht zu nehmen und dann in einer möglichst geraden Linie zu werfen. Die wahre Kunst bestand darin, dass sich der Stamm einmal in der Luft drehen musste, damit der Wurf gewertet wurde.

Die Gastgeber hielten sich übrigens aus den Wettkämpfen heraus, denn sie hatten alle Hände voll mit der Durchführung der Spiele zu tun. Nur zum abschließenden Tauziehen traten sie dann doch an. Unter den Gästen war auch eine Abordnung der Erkelenzer Freunde der Burg, bei denen die Matzerather auch regelmäßig zu Gast sind. Musikalisch lag die Dudelsack-Folklore ganz in den Händen einer Pipeband aus Wassenberg. Für die typisch rheinische Stimmung, die auch bei Schotten nicht fehlen darf, sorgte Peter Wischer, alias der Katzemer Micho mit einem Überraschungsauftritt. Das Publikum hatte eine Menge zu staunen und jubeln, wenn sich die Highlander an den Aufgaben versuchten. Da auch das Wetter wenigstens vormittags mitspielte und einen typisch schottischen wolkenverhangenen Himmel präsentierte, wähnte man sich nach dem zweiten Whisky ohne weiteres in den Highlands. Und das gleich vor den Toren von Erkelenz.

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