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Herrchen und Frauchen zahlen mehr für ihre Vierbeiner

Von: agsb
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Selfkant-Tüddern. Die Gemeinderatssitzung im Rathaus Tüddern begann ruhig, und die Fragestunde der Einwohner war schnell abgehakt. Aber dann wurde es lebhaft, als es um die Erhebung des Hundesteuersatzes ging. Einige Ratsherren wollten hier sogar eine Minderung um fünf Euro für den Besitz eines Hundes. Es ging hin und her, für viele war es die Erhöhung gar eine Grundsatzfrage.

Errechnet wurde eine Zahl von 880 Selfkänter Haushalten mit einem Hund. In den Fraktionen selbst war auch zuvor lebhaft über das Thema diskutiert worden. Die Entscheidung für eine Erhöhung war dann auch äußerst knapp, mit 13 zu 12 wurde die Steuererhöhung angenommen. Die neuen Sätze ab 2013 sehen wie folgt aus: ein Hund 47 Euro, zwei Hunde je 78 Euro, drei Hunde je 94 Euro, gefährlicher Hund 476 Euro, zwei gefährliche Hunde je 680 Euro.

In Sachen Grünschnittsammlung wurde beschlossen, dass nun zweimal im Jahr (bisher dreimal) eine Sammlung durchgeführt wird; die Augustsammlung wird gestrichen. Es besteht aber die Möglichkeit, den Grünabschnitt selbst anzuliefern. Jeder Haushalt erhält Grünschnittkarten im Wert von drei Kubikmetern pro Jahr. Diese Karte ist in drei Abschnitten gegliedert, so dass es möglich ist, dreimal einen Kubikmeter Grünschnitt anzuliefern. So könnte man auch Weihnachtsbäume und Ähnliches mit der Karte entsorgen.

Genehmigt wurde auch ein Antrag des Edeka-Marktes in Süsterseel, am Sonntag, 23. Dezember einen verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen.

Die Änderung der Baugrenze im Bebauungsplan in Isenbruch Mevesgeskamp wurde schnell abgehakt, hier ist das Verfahren weitgehend abgeschlossen.

In Höngen sorgt eine Gasanlage in einer landwirtschaftlichen Fläche für Verwirrung. „Hier wurden Gespräche geführt, eine Erdgasleitung ist geplant“, so Bürgermeister Herbert Corsten. Der Flächennutzungsplan wurde nun in „Fläche für Versorgungsanlagen“ geändert. Vorgelegt und Verabschiedet wurde der Flächennutzungsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2013. Fast hitzige Diskussionen gab es bei den möglichen Erschließungsvarianten für eine Gewerbefläche für heimische Handwerksbetriebe am Kreisverkehr Wehr. Die SPD sah hierin eine gewinnbringende Sache für das Handwerk. „Wir sind noch in der Lage, heimische Handwerksbetriebe weiter auf den Weg zu bringen“, so Willi Peters. In Wehr sollen Handwerksbetriebe angesiedelt werden, sie sollen den Ort attraktiver machen.

Bürgermeister Corsten betonte stets, dass hier kein reines Gewerbegebiet wie im Nahversorgungsgebiet entsteht, vielmehr würde das dörfliche Handwerk gefördert, folglich ist an eine Ansiedlung nur für handwerkliche Firmen gedacht. In den Sitzungen zuvor wurde beschlossen, dass hier kein billiger Wohnraum entsteht, dies ist Voraussetzung.

Die FDP-Fraktion zeigte sich verärgert, weil sie in Tüddern dieses Gewerbegebiet besser angesiedelt sieht. Die SPD-Fraktion sah in der Diskussionsrunde altbekannte Dispute vergangener Tage wieder aufblitzen. Das Erschließungsverfahren geht nun weiter, mit den Stimmen der großen Ratsmehrheit, lediglich die FDP hielt dagegen.

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