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Heinsberger Tafel begeistert: Hilferuf zeigt Wirkung

Von: anna
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Nicht nur Spielzeug, auch den Erlös eines Flohmarkts spenden die Sonnenschein-Schüler. Gymnasiasten bastelten ein großes Puppenhaus. Vor allem Schirmherr Thomas Heinrichs (links) freute sich über dieses Engagement. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Es klang nicht nur wie ein Hilferuf: Am Rande der Weihnachtsfeier für die Flüchtlinge, ausgerichtet von der evangelischen Kirche in den Räumen der Heinsberger Tafel, sprachen die Verantwortlichen der Tafel ganz offen über ihre Sorgen mit Blick auf die bevorstehende Weihnachtskisten-Aktion.

Bisher seien Sachspenden eingegangen, die gerade einmal für vier Familien-Weihnachtskisten reichen würden, hatten Pfarrer Sebastian Walde, Vorsitzender der Heinsberger Tafel, und sein Stellvertreter Kurt Kornmesser erklärt.

Insgesamt will die Heinsberger Tafel aber Anfang kommender Woche Kisten für rund 200 Familien packen. Über jede kleine Gabe, bestehend aus haltbaren Lebensmitteln würde sich die Tafel freuen, lautete der Aufruf. Seit dessen Veröffentlichung in unserer Zeitung steht das Telefon des Pfarrers nicht mehr still. Viele Menschen würden jetzt Lebensmittel zur Tafel bringen.

Benötigt wird für die Weihnachtskisten auch Spielzeug für Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren. Hier engagieren sich schon die Sonnenscheinschule und das Kreisgymnasium. In diesem Jahr sammelten die Grundschüler nicht nur Spielzeug, sondern organisierten im Vorfeld einen Flohmarkt, bei dem 400 Euro für die Aktion zusammenkamen.

Im Kreisgymnasium hatte Religionslehrerin Monika Lennertz die Arbeit der Tafel auch in diesem Jahr wieder thematisiert. Und dabei kamen nicht nur wie gewohnt Spenden von haltbaren Lebensmitteln zusammen. Im Kunstunterricht hatten Schüler zudem ein großes Puppenhaus gebaut, ganz bewusst mit dem Wunsch, zu Weihnachten einer Familie eine Freude zu machen.

„Wir erleben viele Kinder in unserer Schule, die bedürftig sind und denen es oft am Nötigsten fehlt“, erklärte Thomas Heinrichs, Schulleiter der Sonnenscheinschule und in diesem Jahr Schirmherr der Weihnachtskisten-Aktion. Derweil eilte Pfarrer Walde gleich weiter in die städtische Realschule im Klevchen. Aus dem Spendentopf der Schule gab es 1000 Euro. Bereits länger geplant gewesen, aber für Walde auch überraschend komme darüber hinaus eine Spende von 2500 Euro der Firmengruppe Mobau-Wirtz an die Tafel, berichtete er.

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