Heinsberg ganz im Zeichen von Afrika

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„Mama Afrika“ trat zum 20-jährigen Bestehen des Vereins „Wir für Ruanda“ am Samstagabend im Rahmen des Stadtfestes auf dem Marktplatz auf.
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Schon am Begas-Haus in der oberen Hochstraße wurden die Besucher mit Attraktionen zum Heinsberger Stadtfest empfangen.
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Der „Eiermann“ war der Hingucker auf der Afrikameile.
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An die Bouquinisten am Pariser Seine-Ufer erinnerte die Büchermeile auf der unteren Hochstraße. Fotos (4): defi Foto: defi

Heinsberg. „Heinsberg zieht an!“ Dieser Marketing-Slogan wurde am Wochenende beim Stadtfest wieder einmal eindrucksvoll bestätigt. „Heinsberg lohnt sich immer“, sagte Peter Gering, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins, am Sonntagabend angesichts der großen Resonanz. Die Kreisstadt stand ganz im Zeichen von Afrika.

Serigne Babacar ist im Senegal aufgewachsen. Heute lebt er in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, wie er gerne in perfektem Deutsch erzählt. „In Trier ist Karl Marx geboren, wussten Sie das?“ So fragte Babacar. Am Sonntagmittag blieb noch Zeit für ein Schwätzchen zwischen Händler und Kunden. Wenig später am Sonntagnachmittag schoben sich die Menschen Kopf an Kopf durch die Apfelstraße. Serigne Babacar bot westafrikanische Handwerkskunst auf dem Afrika-Basar an.

Die afrikanischen Händler waren aus ganz Deutschland nach Heinsberg gekommen, so Günter Kleinen, Organisator und Motor der Festivitäten des Gewerbe- und Verkehrsvereins. Das Motto lautete: „Afrika zu Gast“ – zu Ehren des Hilfsvereins „Wir für Ruanda“, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Bürgermeister Wolfgang Dieder würdigte den Verein als das „Lebenswerk“ von Dr. Bernd Bierbaum, dem Vorsitzenden dieses Vereins. Aber nicht nur Afrika war an diesem Wochenende zu Gast in Heinsberg, sondern so viele Menschen wie wohl kaum bei einem Stadtfest zuvor – und zwar von der oberen Hochstraße durchgängig durch die ganze Innenstadt bis zur unteren Hochstraße.

Gülten Karadar betreibt einen Modeladen in der oberen Hochstraße und hatte schon zum Sommerboulevard mächtig getrommelt, um zusammen mit ihren Mitstreitern in der oberen Hochstraße die Altstadt auf Zack zu bringen. Am Sonntagnachmittag war Zeit für ein Fazit. Gülten Karadar machte es kurz und knackig: „Daumen hoch, hier war immer Action, alles super!“

Wer sich dem Stadtfest durch den Torbogen am Begas-Haus näherte, hatte eine große Giraffenhüfburg passiert und war mit einigen gastronomischen Angeboten empfangen worden. Ein Trommelworkshop am ehemaligen Bioladen „Klatschmohn“ mit Joachim Fleischer setzte erste afrikanische Akzente. Auf dem Rathausvorplatz tummelten sich die kleinen Besucher auf einer riesigen Dschungelhüpfburglandschaft. Die Straßen waren mit Strohballen und afrikanischen Tüchern geschmückt.

Das Angebot auf der Afrikameile in der Apfelstraße lud zum Bummeln ein. Wer wollte, konnte am Stand von Desiree Mahop echte afrikanische Küche probieren. Straußensteak klang ja noch ganz lecker, aber Krokodil war dem ein oder anderen dann doch zu exotisch. Verhungern musste niemand auf dem Stadtfest, die gute, altbekannte Currywurst wurde auch angeboten. Ein echter Hingucker war der Eiermann. Ein singender Afrikaner, der auf seinem Kopf eine große Menge Eier balancierte. „Frankys Funky Fanfare“, eine tolle Blasmusik-Formation aus den Niederlanden, spielte für die Besucher auf der Hochstraße, die – wie gewohnt bei Stadtfesten – brummte.

Neu in diesem Jahr war ein Bücherflohmarkt an der unteren Hochstraße. Zwei Oberbrucher Antiquariate boten dort ein reichhaltiges Sortiment an Büchern feil. Dieser kleine Buchmarkt war eine wirklich schöne Abrundung eines ­insgesamt gelungenen Stadtfestes. (defi) Hoffest Seite 26

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