Heiligabend-Stress für die Weihnachtsmänner in Gelb

Von: anna
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Auch für Peter Schwartzmanns gilt es vor Weihnachten, viele Päckchen und Pakete in seinem sonnengelben Postauto zu verstauen, um sie noch pünktlich zum Fest auszuliefern. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Während viele Menschen bereits am vergangenen Wochenende in die Weihnachtsferien starten konnten, sind andere noch am heutigen Heiligabend schwer beschäftigt. Dazu gehören auch die Postboten, die vor dem großen Fest des Schenkens eine ganz besondere Rolle spielen. Sie sind es, die in immer größerem Umfang dafür sorgen, dass an Heiligabend die Päckchen alle unterm richtigen Baum liegen.

Grund dafür ist der zunehmende Einkauf im Internet, der laut Handelsexperten alleine in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr erneut um 15 Prozent zugelegt hat.

Acht Millionen Frachtsendungen

So wundert es nicht, dass die sonnengelben Autos auf unseren Straßen derzeit fast zu klein sind, um all die vielen Päckchen und Pakete aufzunehmen, die noch bis zum heutigen Abend verteilt werden müssen.

Derzeit sind es rund acht Millionen Frachtsendungen pro Tag in Deutschland, an „normalen“ Tagen dagegen gerade mal 3,4 Millionen, wie Dieter Pietruck, Pressesprecher West der Deutschen Post DHL erklärt. Seit 2009 steige die Zahl der Sendungen jedes Jahr zweistellig, zwischen 10 und 15 Prozent.

So quillt auch das Auto von Peter Schwartzmanns in diesen Tagen fast über vor all den Päckchen und Paketen, die es an einem Tag neben den Briefen zu verteilen gilt. Um die 40 sind es an normalen Tagen, derzeit oft mehr als 100. Aber auch bei ihm wird alles pünktlich unterm Baum landen. „Es wird alles restlos aufgearbeitet“, spricht der Weihnachtsmann in Blau und Gelb für sich und seine 33 Kolleginnen und Kollegen im Heinsberger Verteilzentrum, das für Heinsberg und Waldfeucht zuständig ist. „Da wird es auch schon mal ein bisschen später“, schmunzelt er und ist natürlich froh, dass derzeit kein Schnee liegt und es nicht glatt ist auf den Straßen.

Schwartzmanns selbst verteilt als sogenannter Verbundzusteller Briefe, Päckchen und Pakete in Heinsberg und Karken, seit rund zehn Jahren. Vorher war er als Frachtzusteller in Dremmen unterwegs.

Stressiger Traumberuf

Insgesamt ist er schon seit 35 Jahren dabei, immer noch in seinem Traumberuf. „Das Schöne daran ist der direkte Kontakt mit den Menschen“, sagt er. „Man kriegt viel mit und teilt es auch mit.“ Das Zwischenmenschliche werde doch immer weiter verdrängt, die Welt immer anonymer, erzählt er und sieht sich da auch in einer sehr sozialen Rolle. Oft werde er bei seiner Tour nach den Neuigkeiten des Tages im Dorf gefragt.

Und ein schönes Geschenk ist es für ihn, wenn er ihn diesen Tagen von den Menschen in seinen beiden Dörfern schon erwartet wird mit seinen vielen Weihnachtspäckchen, die es dann so gerade noch unter den Baum schaffen. „Wie das Puppenhaus im vergangenen Jahr“, erinnert er sich. Die Eltern hatten das Geschenk recht spät bestellt und waren überglücklich, als der blau-gelbe Weihnachtsmann kurz vor der Bescherung dann doch noch an ihrer Tür klingelte.

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