Hallencup: Der Titelverteidiger muss nun bangen

Von: Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
Hallencup
Und vorbei: Der Dremmer Spieler (rechts) kann dem Wegberg-Beecker Angreifer nur noch hinterhergucken. Foto: Andreas Steindl

Heinsberg-Oberbruch. Der TuS Rheinland Dremmen muss bangen – das Direkt-Ticket nach Aachen konnte der Vorjahressieger im Sparkassen-Hallencup, den unsere Zeitung präsentiert, nicht lösen: Am Freitagabend unterlag der Landesligist in einem temporeichen Finale Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck knapp mit 1:2 (0:1).

„Ich denke, unser Sieg war im Endeffekt verdient, da wir bis auf die letzten beiden Minuten in Unterzahl mehr Torchancen hatten“, freute sich Beecks-Coach Friedel Henßen. „Wir wussten, was uns erwartet, Dremmen hat uns alles abverlangt.“ Und für die Endrunde hat sein Team sich einiges vorgenommen: „Wenn wir schon nach Aachen reisen, wollen wir auch ins Finale und eigentlich auch das Turnier gewinnen. Mit dieser Zielsetzung sind wir auch schon hierher gekommen.“

Von Beginn an hatte Dremmen demonstriert, dass man nach Aachen und dort den Titel verteidigen möchte. Das Finale war hart umkämpft, nach knapp vier Minuten schoss Arian Berkigt Wegberg-Beeck in Front. Zwei Minuten nach der Pause erzielte Serhat Cubukcuoglu den Ausgleich für Dremmen. Die erneute Führung durch Sebastian Wilms vier Minuten vor Schluss verteidigte Beeck auch in Unterzahl bis zum Schlusspfiff.

„Wir haben es Wegberg-Beeck sehr schwer gemacht und das Spiel offen gehalten. Am Ende haben wir etwas Pech gehabt“, haderte Coach Claus Richter, denn Dremmen könnte nur noch über die Regelung als bester Gruppensieger „nachreisen“.

Beide Finalisten hatten ihre Vorrunde klar dominiert: Wegberg-Beeck ließ in der Gruppe A nichts anbrennen, gewann beide Spiele gegen die Bezirksligisten. Dem 6:3 gegen Kückhoven folgte ein 5:3 gegen Sparta Gerderath, auch wenn der Mittelrheinligist in dieser Partie erst rund fünf Minuten wieder warm werden musste, ehe der etatmäßige Innenverteidiger Patrick Ajani, der im Sommer vom damaligen NRW-Ligisten Alemannia Aachen II gekommen war, den Torreigen eröffnete.

Trotz der Niederlagen war Bernd Nief zufrieden mit seinem Team: „Wir haben gegen starke Hallenmannschaften gespielt und uns gut verkauft“, zog der Trainer von Sparta Gerderath sein Fazit. „Gegen Kückhoven war die Partie zu Beginn ausgeglichen, doch nach dem 2:2 sind wir unnötig in einige Konter gelaufen und haben uns dann etwas unglücklich angestellt. Hinten fehlte uns da etwas die nötige Sicherheit.“ Mit der erwarteten Niederlage gegen Wegberg- Beeck konnte Nief gut leben: „Wir haben lange mitgehalten und vor allem gut gegengehalten.“ Wichtger ist ohnehin die Meisterschaft: „Wir wollen so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt holen“, gibt der Coach als Marschroute aus.

Ebenfalls mit zwei Siegen hatte sich Dremmen, der im Aachen Finale 2012 Liga-Kollege Alemannia Mariadorf durchgesetzt hatte, für das Vorrunden-Finale qualifiziert. Dem überraschend deutlichen 5:0-Sieg gegen den letztjährigen Vorrunden-Finalisten und Liga-Kollegen Germania Teveren folgte ein zähes 4:1 gegen Bezirksligist SV Schwanenberg.

Schwanebergs Coach Frank Strothkämper war nach zwei Niederlagen „natürlich nicht zufrieden. Damit bin ich nicht wirklich glücklich. Aber die beiden anderen Mannschaften waren einfach zu stark für uns.“ Strothkämper musste auf seinen etatmäßigen Keeper Dominic Pöhland verzichten musste, der in Urlaub weilte. Für ihn zog sich Philip Voigt die Handschuhe an – eigentlich Feldspieler und normalerweise als Außenverteidiger unterwegs. „In der C-Jugend und auch im vergangenen Jahr in der Halle habe ich mal im Tor gestanden. Aber es hat Spaß gemacht“, erzählt der 20-Jährige. „Und an Philip hat es ganz sicher nicht gelegen, dass wir hier verloren haben“, betont sein Trainer.

Die Chance zur Wiedergutmachung gibt es bereits heute, wenn Schwanenberg in Erkelenz Gastgeber bei seinem eigenen Turnier ist. „Wir wollen ein guter Gastgeber sein“, stuft Frank Strothkämper schmunzelnd die Chancen realistisch ein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert