Grundschüler musizieren in St. Vincentius für den guten Zweck

Von: mb
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Wegberg-Beeck. Irgend etwas war anders in der Beecker Pfarrkirche St. Vincentius. Konzerte sind in dieser Kirche keine Seltenheit, aber das vorweihnachtliche Konzert mit allen 140 Kindern der Gemeinschaftsgrundschule Am Beeckbach hatte einen ganz besonderen Reiz.

Die Kirche platzte förmlich aus allen Nähten angesichts des enormen Besucherandrangs. Diesmal musizierte hier eine ganze Schule für einen guten Zweck. Voll jugendlicher Frische und kindlicher Weihnachtsfreude verzauberten die jungen Musiker rund um Schulleiter Georg Wimmers ihr Publikum und nahmen die Zuhörer mit auf einen vergnüglichen Weihnachtsstreifzug. Fetzige Musik, rockige Töne und rhythmische Melodien brachten Schwung in die alten Mauern. Besinnliche und amüsante Texte ließen aufhorchen.

„Tausend Lichter“ wurden musikalisch entzündet. Viele Weihnachtslieder stammten aus der Feder des Schulleiters und kommen im zeitgemäßen Gewand daher, gründlich entstaubt vom Weihnachtskitsch, beschwingt, heiter und der kindlichen Erlebniswelt angepasst. Aber auch traditionelle Weihnachtsmelodien standen auf dem Programm. Mit erstaunlicher Präsenz und Natürlichkeit musizierte sich eine Schule in die Herzen der Zuhörer. Hauptteil des Konzertes war die Aufführung des Krippenspiels „Irgendwas ist anders“, das Georg Wimmers geschrieben hat. Die musikalische Geschichte erzählte spannend und modern, wie die Hirten auf dem Feld die Heilige Nacht erlebten.

Für das Kinderhospiz

Bereits seit Beginn des Schuljahres wurde eifrig geprobt. „Möglichst viele Instrumentalkinder aus unserem schuleigenen Instrumentenunterricht sollen ihr Instrument und ihr Können vorführen dürfen“, erklärte Wimmers. Dieses Konzert sollte nicht nur das Publikum erfreuen, sondern auch Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen helfen. Der Erlös der Türkollekte am Ende des Konzertes war für das Kinderhospiz „Sonnenblume“ in Aachen bestimmt, das eine enge Kooperation mit dem Kreis Heinsberg pflegt. Der Bericht über die Arbeit des Hospizes habe das Kollegium und die Schüler sehr betroffen gemacht. „Wenn der kleine Jesus in der Heiligen Nacht als Licht zu uns kam, ist das für Kinder sehr abstrakt. Ich möchte diesen Gedanken verbildlichen, indem wir für die Kinder im Hospiz und ihre Eltern zum Licht werden und durch eine Spende am Schluss des Konzertes für machbare Lichtblicke sorgen“, erläuterte Wimmers, dem die Unterstützung des Kinderhospizes zur Herzensangelegenheit geworden ist.

Er setzte mit diesem Konzert einen musikalischen Schlusspunkt, „denn zum Ende des Schuljahres werde ich aufhören“. Langjährige musikalische Weggefährten unterstützten das Programm musikalisch und das komplette technische Equipment wurde von Dirk Ullendahl (KTU) kostenlos zur Verfügung gestellt.

Am Ende der bejubelten Aufführung wurde das Licht des Adventskranzes in der Kirche an kleine Kerzen für das Publikum weitergegeben. Eine ganze Schule wurde Licht – sehr zur Freude des begeisterten Publikums und sicher auch zur Freude des Kinderhospizes.

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