Hückelhoven - Grünes Licht für den Integrationsverein

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Grünes Licht für den Integrationsverein

Von: hewi
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Hückelhoven. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl mehrheitlich beschlossen, den Integrations- und Bildungsverein (IBV) als Träger der freien Jugendhilfe anzuerkennen. Vorangegangen war eine lange Vorbereitungszeit, während der sich die Stadt ausgiebig mit dem Verein und seinen Zielen auseinandergesetzt hatte.

Der Verein hatte den Antrag im Dezember 2012 gestellt. Im Mai dieses Jahres war die Entscheidung vom Jugendhilfeausschuss vertagt worden, um dem Verein die Möglichkeit zu geben, sich vorzustellen und vor allem die offenen Fragen der Ausschussmitglieder zu beantworten. Geklärt werden musste auch das Verhältnis des Vereins zum Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ), mit dem ein Fördervertrag bestand. Grund genug für den Ausschuss, die Frage nach der Autonomie des Vereins zu stellen. Ferner muss zur Anerkennung als Träger der freien Jugendarbeit die Gemeinnützigkeit der Vereinsziele ebenso nachgewiesen werden wie das Vorhandensein der fachlichen und personellen Voraussetzungen.

Mehmet Yilmaz und Adnan Özden präsentierten die Fakten zum Verein und seiner Geschichte. Der IBV wurde 1970 in Hückelhoven gegründet. 2003 wurde das Gemeindezentrum an der Ludovici-straße fertiggestellt. Seit 2009 ist der IBV im VIKZ-Dachverband. Yilmaz betonte, dass beide Vereine eine klare Orientierung nach Deutschland hätten und sich um Integration und Bildung bemühten. 2012 wurde der IBV Schaufenberg als selbstständiger Verein gegründet. Er hat seinen Sitz an der Jacobastraße. Die Tätigkeitsfelder des IBV umfassen das Leben von der Geburt bis zur Bestattung und Seelsorge. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Jugendbetreuung, wobei fast ausschließlich muslimische Jugendliche angesprochen werden. Allerdings seien die Angebote auch für nichtmuslimische Kinder und Jugendliche zugänglich, wie Yilmaz betonte.

Ersthelferkurs und Zumba

Durch Zusammenarbeit mit der Stadt und anderen Organisationen umfasst das Angebot neben Ferienbetreuung und Hausaufgabenhilfe auch einen Ersthelferkurs „Lebensretter“ oder Freizeitangebote wie Zumba.

Die Frage, ob der IBV den Zielen des Grundgesetzes entspreche, konnte die Verwaltung in ihrer ausführlichen Sitzungsvorlage positiv beantworten. Die kritisierte Trennung von Jungen und Mädchen rechtfertigte Yilmaz mit dem Willen der Eltern. „Man braucht Zeit, um das zu überwinden“, erklärte er. Das könne man nicht „wie einen Schalter umlegen“.

Bei einigen Ausschussmitgliedern blieben zwar noch Fragen offen, doch stimmten sie mehrheitlich dem Antrag zu, was der stellvertretende Ausschussvorsitzende Volkmar Gilleßen als Vertrauensbeweis wertete.

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