Maastricht/Tüddern - Großangelegte Briefmarkenfälschung: Häuser in der Region durchsucht

CHIO-Header

Großangelegte Briefmarkenfälschung: Häuser in der Region durchsucht

Von: red/pol/schl/grei
Letzte Aktualisierung:

Maastricht/Tüddern. Wegen Briefmarkenfälschung im großen Stil hat eine Sondereinheit der niederländischen Polizei am Mittwoch mehrere Wohnungen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden durchsucht.

In den Niederlanden durchsuchten insgesamt 40 Beamte der Abteilung „Überregionale Recherche Zuid-Nederland (BRZN)” drei Betriebe in Sittard, einen Betrieb in Maastricht sowie eine Wohnung in Geleen. In Deutschland nahmen die Beamten drei Wohnungen in Tüddern und eine Wohnung in Köln ins Visier. Außerdem wurde im belgischen Maasmechelen eine Wohnung durchsucht.

Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten eine Vielzahl an Dokumenten, Unterlagen und Datenträgern, die beschlagnahmt wurden und nun untersucht werden. Die gefälschten Briefmarken waren nach Angaben der Tageszeitung „Dagblad de Limburger” im Internet über die Seite des Unternehmens „Vago BV” aus Sittard verkauft worden. Die Briefmarken wurden dort zu einem geringeren Preis als bei der niederländischen Post angeboten. Die Post schätzt den entstandenen Schaden durch die Briefmarkenfälschung auf mehrere Millionen Euro.

Die Briefmarken sollen vor allem für den Versand von eingeschriebenen Briefen und internationalen Sendungen verwendet worden seien. Die gefälschten Briefmarken sind von den Originalen fast nicht zu unterscheiden.

Die Fälscher konnten nach Schätzungen der niederländischen Post etwa ein halbes Jahr mit den gefälschten Marken handeln. Im Dezember hatte die niederländische Post Anzeige erstattet, da eine große Zahl gefälschter Briefmarken in Umlauf gebracht worden sei.

Die limburgische Staatsanwaltschaft ordnete anschließend die Durchsuchung der Häuser an. Der Fall ist nach „Dagblad de Limburger” der bislang größte Briefmarkenbetrug der niederländischen Geschichte. Den Briefmarkenfälschern könnte eine Haftstrafe von bis zu sechs Jahren drohen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert