Erkelenz - Gipco-Planung: Die Wegekapelle soll nicht betroffen sein

Downsizing Matt Damon Kino Freisteller

Gipco-Planung: Die Wegekapelle soll nicht betroffen sein

Von: kl
Letzte Aktualisierung:
4997406.jpg
Das Wegekreuz soll nicht beeinträchtigt werden durch die Erweiterung des Gipco. Das versichert die Stadverwaltung. Foto: Lehmkuhl

Erkelenz. Bis jetzt besteht die Gewerbe- und Industriefläche nur in der Planung, doch schon werden die ersten Grundstücke verkauft. So geschieht es bei den Sitzungen des Ausschusses für Stadtentwicklung und des Hauptausschusses in dieser Woche im Erkelenzer Rathaus.

Dabei werden Grundstücksverkäufe im vierten Teilbereich des Gewerbe- und Industrieparks Commerden (Gipco) in die Wege geleitet, obwohl sich die Verkaufsfläche derzeit noch als Acker darstellt. Die weitere Erschließung des Gipco, für die die Stadtverwaltung rund 550.000 Euro veranschlagt, steht ebenso noch an wie die planerische Feststellung. Doch sollen diese erforderlichen Schritte ebenfalls in den nächsten Tagen festgezurrt werden, wenn der notwendige Bebauungsplan und die Festlegung der Kaufbedingungen beschlossen werden.

Bei ihren Sitzungen behandeln die Kommunalpolitiker auch die Anregungen und Bedenken, die im Vorfeld zur beabsichtigten Erweiterung des Gipco vorgetragen wurden.

Dabei wurde unter anderem – auch vom Amt für Denkmalpflege im Rheinland – die Sorge geäußert, im Rahmen der Erschließung von Gipco IV könnte die Wegekapelle bei Commerden an der Luxemburger Straße beeinträchtigt werden oder Schaden erleiden. Die Kapelle sei als in der Denkmalliste eingetragenes Baudenkmal zu schützen.

Die Verwaltung kann allerdings das Amt und auch besorgte Bürger beruhigen: „Durch den Bebauungsplan (...) wird die Wegekapelle nicht tangiert. Es sind keine Nutzungen zulässig, welche die Bausubstanz oder die Nutzung der Wegekapelle beeinträchtigen.“

Üblich ist es, dass sich die Bezirksregierung Arnsberg in ihrer Funktion als Oberbergamt zu beabsichtigten Bebauungsplanänderungen äußert. Wie sie meint, liege das Plangebiet von Gipco IV „über dem auf Braunkohle verliehenen Bergwerksfeld ,Matzerath 2‘ sowie über dem auf Steinkohle verliehenen Bergwerksfeld ,Sophia-Jacoba‘. Ebenso liege der Planbereich über dem auf Kohlenwasserstoffe erteilten Erlaubnisfeld ,Saxon 2‘.“

Die Verwaltung nimmt diese Anmerkung „zur Kenntnis“, zumal die Eigentümer der Kohlerechte (RWE und EBV) bereits keine „abwägungsrelevanten Stellungnahmen“ abgegeben haben und die Dart Energy Limited aus Großbritannien als Rechteinhaberin von Saxon 2 dieses Recht lediglich aus Konkurrenzschutzgründen erhalten habe.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert