Waldfeucht - Gewerbegebiet Entenpfuhl: Platz schaffen für heimisches Handwerk

Gewerbegebiet Entenpfuhl: Platz schaffen für heimisches Handwerk

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:
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Das Gewerbegebiet in Haaren, der Entenpfuhl , wächst weiter. Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen geht davon aus, dass sich nach der Erweiterung mindestens 25 neue Betriebe dort ansiedeln können. Foto: Windelen

Waldfeucht. „Wir haben keinen freien Quadratmeter mehr“, wertet Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen den Status quo in den beiden Gewerbegebieten Haaren und Bocket. Der Gemeinde Waldfeucht ist das Gewerbeland ausgegangen.

Um neuen Raum zu schaffen vor allem für einheimische Handwerker, aber auch für auswärtige Ansiedlungswillige soll das Haarener Areal, der sogenannte Entenpfuhl, verdoppelt werden – das heißt um neun Hektar erweitert werden. „Der Bau- und Planungsausschuss hat dem Vorhaben bereits einstimmig sein Plazet gegeben“, sagt Bürgermeister Schrammen.

Motiviert zu diesem Schritt hätten die Gemeinde letztendlich die vielen Nachfragen Haarener Gewerbetreibender, die sich vergrößern beziehungsweise die aus der Ortslage wegziehen wollen.

Durch Kreisverkehr angebunden

„Entschieden haben wir uns für das Gewerbegebiet in Haaren deshalb, weil es mit der bald erfolgenden Anbindung an die EK 5, infrastrukturell hervorragend gelegen ist“, erläutert Heinz-Josef Schrammen. Das bestehende Gewerbegebiet ist über die Kreisstraße 5 an das Straßennetz angebunden, nach dem Ausbau in südlicher Richtung stößt es an die EK 5, die Umgehung für Haaren, Kirchhoven und Lieck, die auf schnellem Wege unter anderem zur Autobahnauffahrt (A46) bei Janses Mattes führt. Über einen Kreisverkehr werden Entenpfuhl und EK 5 verknüpft.

„Die Erweiterung des Gewerbegebietes ist eine natürliche Fortsetzung des bestehenden Entenpfuhls. Auch hier wird ein breiter Grüngürtel den angrenzenden Häusern als Sicht- und Lärmschutz dienen“, skizziert Schrammen die Planungen. Wohnbebauung und Einzelhandel seien in dem Gewerbegebiet nicht vorgesehen.

Apropos Einzelhandel: Für den Edeka-Markt, der am neuen Rondell – dort wo die EK 5 in die Kreisstraße 5 mündet – neu gebaut wird, erfolgt im Frühjahr der erste Spatenstich. Bürgermeister Schrammen geht hoffnungsfroh davon aus, dass der Markt rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr die ersten Kunden begrüßen kann. „Der neue Markt dient der Nahversorgung. Er hält das gleiche Angebot bereit wie der jetzige Edeka, ist nur größer und umfangreicher“, so Schrammen.

Im Haarener Gewerbegebiet indes sollen nur kleinere und mittlere Handwerksbetriebe eine Heimat finden – mindestes 25 könnten es sein, hat der Bürgermeister die Nettofläche von 7,5 Hektar grob überschlagen. „Natürlich haben wir auch nichts dagegen, wenn ein Unternehmen mit größerem Zuschnitt bei uns ansiedeln möchte“, meint der Bürgermeister.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass der Entenpfuhl eine gute Adresse für Gewerbe und Handwerk – nicht nur aus der Gemeinde – ist und weiterhin sein wird. Die verbesserte verkehrsstrategische Lage und auch der Hebesatz von 411 Punkten bei der kommunalen Gewerbestreuer, die sich durchaus im Mittelfeld bewege, seien gute Kritereien.

Und eine nochmalige Erweiterung in Richtung Westen, also in Richtung Obspringen sei im Fall der Fälle eine denkbare und realisierbare Option. Das ist Zukunftsmusik, zunächst einmal geht es um die planungsrechtliche Entwicklung. Und da steht am Dienstag, 5. Februar, 19 Uhr, in der Aula der Verbundschule Haaren eine Bürgeranhörung an, die Öffentlichkeit kann Anregungen und Bedenken vortragen.

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