Selfkant/Höngen - Gesamtschule: 1,3 Millionen teurer Anbau in Betrieb genommen

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Gesamtschule: 1,3 Millionen teurer Anbau in Betrieb genommen

Von: dawi
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In der Gesamtschule Gangelt/Selfkant bekommen die Kinder nun im schönen Ambiente etwas Warmes in den Magen. Die Mensa im 1,3 Millionen Euro teuren Anbau wurde jetzt in Betrieb genommen.

Selfkant/Höngen. Im Sommer 2012 schlug ihre Geburtsstunde. Und allmählich, mit jedem neuen Jahrgang, wächst die Gesamtschule Gangelt/Selfkant ihrer Vollendung entgegen. Das gilt sowohl für die pädagogische wie auch bauliche Zielsetzung. Ein wesentlicher Meilenstein dabei ist die neue Mensa, die jetzt in Betrieb genommen wurde.

Für den Anbau an der Gesamtschule in Höngen musste die Gemeinde Selfkant 1,3 Millionen Euro locker machen. „Und das ohne Fremdmittel“, konstatiert Dirk Schwartzmanns, Leiter des Haupt- und Personalamtes. Eine Menge Geld – gerade in Zeiten klammer kommunaler Kassen. „Ja, das stimmt. Aber wir haben über die Jahre hinweg Geld angespart.“

Zwar können die Schulkinder bereits in der neuen Mensa speisen, die offizielle Einweihung allerdings steht für Samstag, 10. Mai, auf dem Programm. Und für diesen feierlichen Moment hat sich unter anderem hoher Besuch aus Düsseldorf, nämlich Silvia Löhrmann, die stellvertretende Ministerpräsidentin von NRW und zugleich Schulministerin, angesagt. Bei den diversen Treffen der Zipfelgemeinden waren die Kontakte mit der Ministerin durch Bürgermeister Herbert Corsten geknüpft worden – und die Ministerin hält offensichtlich Wort.

Voll akzeptiert

Die Gesamtschule, vor ihrer Gründung hier und da ideologisch mit Argusaugen betrachtet und inzwischen über alle Selfkänter und Gangelter Parteigrenzen hinweg akzeptiert, ist die erste weiterführende Schule im Selfkant mit Sekundarstufe II (Abitur).

Der Wandel in der Schullandschaft – der mit dem Auslaufen der Hauptschulen und der Realschule in Selfkant und Gangelt einhergeht – verläuft nach Angaben von Dirk Schwartzmanns „planmäßig“. Die Investitionen, wie aktuell die 1,3 Millionen Euro für die Mensa, seien gut in die Zukunft angelegt, denn: „Bildung ist ein hohes Gut.“ Umso mehr freut es ihn, dass die noch junge Gesamtschule Gangelt/Selfkant bei Eltern und Schülern auf die nötige Resonanz stößt. Im Gründungsjahr 2012 wurden 115 Jungen und Mädchen angemeldet, 2013 kamen 138 hinzu. Wie viele Neulinge es im kommenden Schuljahr sein werden, kann Schwartzmanns noch nicht genau beziffern. „Wir haben derzeit 102 Anmeldungen, es läuft alles nach Plan, der Elternwille ist da und die Anmeldezahlen sind in ihrer Gesamtheit zufriedenstellend.“

Apropos Plan: Im nächsten Schuljahr 2014/15 wird an der Gesamtschule Gangelt/Selfkant bereits die siebte Klasse erreicht, die Sekundarstufe II ab dem 11. Schuljahr (die gymnasiale Oberstufe) wird dann vereinbarungsgemäß in der Einrichtung auf dem Gangelter Gemeindegebiet eingeläutet. „Wir gehen von einer Vierzügigkeit aus. Ich denke, dass auch Schüler aus dem Waldfeuchter Bereich die gymnasiale Oberstufe besuchen werden. Aber da Prognosen zu wagen, ist unmöglich. In der Schullandschaft des Kreises Heinsberg ist so viel im Umbruch, und es ändert sich so viel“, sagt Schwartzmanns.

Locken möchte man auch die niederländischen Kinder und Jugendlichen, die im Selfkant wohnen, aber in aller Regel die Bildungseinrichtungen im Nachbarland besuchen. Niederländisch wird in der Gesamtschule wie auch in der Grundschule und den Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde als Fremdsprache angeboten. Der Niederländer-Anteil in der rund 10 000 Einwohner starken Kommune liegt bei 30 Prozent, und so verwundert es nicht, dass der „Bildungsstandort Selfkant“ mit einer aufwändig gestalteten und auch in Niederländisch verfassten Broschüre niederländische Schüler für ihre Kindergärten und Schulen gewinnen möchte.

„Die Bildungseinrichtungen im Selfkant sind ein starkes Fundament für den weiteren beruflichen Lebensweg oder für ein erfolgreiches Studium an einem der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte in der unmittelbaren Umgebung“, formuliert Bürgermeister Herbert Corsten in der Broschüre ein hehres Ziel. Und die Gesamtschule ist da der wohl wichtigste Baustein.

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