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Für die neuen Glocken gibt es in Haaren zur Kirmes eine Kollekte

Von: Wilfried Schröders
Letzte Aktualisierung:
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Hubert Wallrafen, Vorstand im Förderverein der Kirchengemeinde St.-Johannes-der-Täufer in Haaren, freut sich über die neuen Glocken.

Walfeucht-Haaren. „Hoch auf des Turmes Glockenstube, da wird es von uns zeugen laut...“ Nichts trifft den Entwicklungsgang in Haaren gegenwärtig besser, als Schillers Lied von der Glocke. „Wir versuchen den Einbau in diesem Jahr zu realisieren“, fasst Hubert Wallrafen, Vorstand im Förderverein der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer, den gegenwärtigen Stand und zugleich das Ziel der laufenden Arbeiten zusammen.

Vor einem Jahr wurden drei Bronzeglocken von der entweihten Kirche St. Martin in Duisburg-Hamborn-Neumühl für 10.000 Euro durch die Haarener Pfarre erstanden, die vollumfänglich durch Mittel des Fördervereins realisiert werden konnten. Nun steht der Einbau der neuen Glocken noch aus. „Aufhängung, Montage und Inbetriebnahme der Glocken verursachen Kosten von bis zu 17.000 Euro“, erläutert Wallrafen.

Wohlwollende Unterstützung

„Für die Umsetzung des Projektes fehlen uns gegenwärtig noch 12.000 Euro“, ergänzt Jochen Houben, der als Kassierer des Fördervereins den Überblick über die aktuellen Zahlen hat. „Wir setzen deshalb ganz auf die wohlwollende Unterstützung, damit wir in absehbarer Zeit über den Einbau der Glocken informieren können“, so Houben.

Zur Kirmes am 23. und 24. Juni wird daher eine besondere Glockenkollekte durchgeführt. „Der Einbau der neuen Glocken wird über die vorhandenen Schallfenster erfolgen“, erklärt Wallrafen. Mit einem Kran werden die Glocken an den vorhandenen Glockenstuhl gebracht, der insgesamt für vier Glocken Raum bietet.

Zur Klangharmonie erfolgt die Montage der neuen Glocken an Holzjochen, der Betrieb der neuen Glocken erfolgt elektronisch, wobei die Motoren ebenfalls mit den Glocken erstanden wurden.

Die sakarale Bedeutung

Ausweislich von Gutachten sind die alten Glocken „abgängig“, wie Hubert Wallrafen erläutert.

Der sakralen Bedeutung ihres Wirkens sind die 1890 durch die Haarener Pfarrei erworbenen Glocken der Bochumer Gußstahlfabrik, die bis heute in Betrieb sind, nicht mehr angemessen.

Im Krieg eingeschmolzen

Bedingt durch den Umstand, dass bronzene Glocken zur Kanonenfertigung im Kriege abmontiert und eingeschmolzen wurden, gehört das aus drei Glocken bestehende Haarener Ensemble zumindest im heutigen Kreisgebiet zu den ältesten erhaltenen Glockenexemplaren.

Im Rahmen eines Ortstermins im Januar dieses Jahres mit den Glockensachverständigen Jachtmann und Peter und dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege wurde die örtliche Erhaltung des alten Glockenensembles sowie dessen Eintragung in die Denkmalliste vereinbart.

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