Freizeitbad soll attraktiver und rentabler werden

Von: hewi
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Die Rutsche allein reicht nicht mehr. Das Freizeitbad Hückelhoven soll attraktiver werden. Foto: N. Schuldei
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Das Freizeitbad Hückelhoven leidet auch unter der starken Konkurrenz in den Nachbarkommunen. Foto: N. Schuldei

Hückelhoven. Das Freizeitbad soll attraktiver werden. Neue Angebote und eine Ausrichtung auf die erwachsene Zielgruppe sollen die Besucherzahlen und damit die Rentabilität des Bades erhöhen. Eine entsprechende Analyse und ein Konzept für erste Maßnahmen wurde auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport und Städtepartnerschaft vorgestellt.

Alarmierend sind die Besucherzahlen im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Wies das Freizeitbad im Jahr 2007 noch 73.000 Besucher auf, waren es im vergangenen Jahr noch 45.000. Ein Grund dafür sind die alternativen Bäderangebote in Wassenberg und Erkelenz. Eine weitere Ursache ist der Ganztagsschulbetrieb, der bisherige Hauptzielgruppe an den Wochentagen aus dem Bad fern hält. Daher müsse auch die Ausrichtung des Angebotes überarbeitet werden, hieß es in dem Vorschlag der Verwaltung.

So könne man das Bad auch für die erwachsene Zielgruppe attraktiver machen, zum Beispiel durch Kursangebote in den Abendstunden. Der donnerstags stattfindende „Spiel- und Spaßnachmittag“ wird von den Kindern und Jugendlichen kaum noch genutzt. Dementsprechend soll das Angebot auf den Samstag verlegt werden, an dem bisher der Besuch in den Nachmittagsstunden eher gering war.

Auch das Geburtstagsangebot soll attraktiver gestaltet werden. Auf der Empore sollen ansprechende Sitzgelegenheiten die begleitenden Eltern und im Wasser ein betreutes und altersgerechtes Spielangebot die Kinder anlocken. Insgesamt sieht das Konzept zuerst einmal vor, bestehende Angebote neu zu verteilen, um den Bedürfnissen der Zielgruppen zu entsprechen.

Bauliche Maßnahmen seien wegen der Lage des Bades in der Innenstadt nicht so einfach durchzuführen, erklärte der erste Beigeordnete Helmut Holländer während der anschließenden Aussprache. Ein zweites Becken für Kinder werde es nicht geben. Der Wettbewerb mit den neuen Bädern in den Nachbarstädten sei schwer, erklärte auch Heinz-Josef Kreuzer von der CDU.

Doch besser man führe eine Diskussion über die Attraktivierung des Bades als über dessen Schließung, was ja in einigen Kommunen in NRW der Fall sei. Die Eintrittspreise sollen nicht erhöht werden, darüber war man sich einig. Die Betriebskostenabrechnung für 2011 weist für beide Bäder in Hückelhoven von rund 1.080.000 Euro auf und liegt damit unter den Planzahlen und unter dem Vorjahresergebnis. Dies ist gerade für das Freibad Kapbusch immer wetterabhängig.

Je schlechter das Wetter, umso schlechter auch die Einnahmen. 2011 kamen wegen des schlechten Wetters gegenüber 2010 rund Zweidrittel weniger Einnahmen zustande. Der Kostendeckungsgrad für das Hallenbad hat sich erhöht, was neben den verbesserten Erträgen auch an gesunkenen Aufwendungen liegt.

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