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Festliche Tage mit großen Emotionen beim Dekanatsschützenfest

Von: Heinz Eschweiler
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Strahlender Mittelpunkt: das Birgdener Königspaar Hermann-Josef und Anja Peters. Foto: Heinz Eschweiler
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Ein perfekter Tag für den Schützenkönig und Präsidenten der St.-Urbanus-Schützenbruderschaft: Hermann-Josef Peters wurde mit dem Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet. Foto: Heinz Eschweiler
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Der General des Dekanatsschützenfestes kommt: Ein großer Moment für Norbert Beumers (r.) und Stellvertreter Herbert Schuhwirth. Foto: Heinz Eschweiler
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Wunderbare Farbtupfer beim Dekanatsschützenfest: die Ehrendamen der St.-Urbanus-Schützenbruderschaft Birgden. Foto: Heinz Eschweiler

Gangelt-Birgden/Selfkant. Vor rund zwei Jahren starteten die Vorbereitungen zum Dekanatsschützenfest, und bereits nach dem glanzvollen Heimatabend war klar: Es hatte sich gelohnt, die gastgebende St.-Urbanus-Schützenbruderschaft Birgden konnte sich auf die Schulter klopfen.

Brauchtum und Tradition standen von Beginn an im Mittelpunkt, das Dekanatsschützenfest war Werbung in eigener Sache. Beim Heimatabend wurden auch viele ehemalige Birgdener Bürger gesichtet.

„Traditionen leben – Menschen mitnehmen“, so lautete das Motto des Dekanatsschützenfestes unter der Schirmherrschaft des Gangelter Bürgermeisters Bernhard Tholen. Dieser sprach von einer besonderen Ehre und Freude auf die noch folgenden festlichen Tage. Und nicht nur der Bürgermeister sollte drei weitere Schützentage erleben, die mehr waren als nur eine Kirmesveranstaltung.

Schulterband verliehen

Der Heimatabend hatte viele Höhepunkte – einer davon war ein ganz besonderer Moment für Birgdens Präsidenten und Schützenkönig Hermann-Josef Peters. Diözesanbundesmeister Josef Mohr aus Nörvenich würdigte die Verdienste des Präsidenten. Unter großem Applaus erhielt Peters das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz, eine der höchsten Auszeichnungen im Bund der Historischen Schützenbruderschaft.

Seine Feuertaufe bestand Norbert Küppers als stellvertretender Dekanatsbundesmeister. Indes: Bei seiner Ansprache zeigte sich Küppers wie viele im Festzelt tief traurig, weil kürzlich Dekanatsbundesmeister Ludwig Kaprot nach schwerer Krankheit gestorben war.

Zusammen mit dem stellvertretenden Diözesanbundesmeister im Bereich Aachen-Mitte, Hermann-Josef Kremer aus Gerderhahn, verlieh Küppers zunächst den Fahnenschwenkerverdienstorden in Bronze an Simon Peters und Max Schuhwirth. Das Silberne Verdienstkreuz erhielt Hans-Josef Scheeren.

Den Hohen Bruderschaftsorden im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften erhielten für ihre Verdienste Herbert Schuhwirth, Jürgen Remarque, Adrian Wiesmann und Jürgen Hagen. Das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz wurde an Norbert Beumers verliehen. Beumers ist neben Peters eine der führenden Kräfte der Bruderschaft. Nicht umsonst wurde Norbert Beumers zum General des Dekanatsschützenfestes von seiner Bruderschaft bestimmt.

Die St.-Urbanus-Schützen selbst würdigten in diesem Rahmen Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Schützenwesen. Der Heimatabend mit zahlreichen Highlights hatte einen krönenden Abschluss mit dem Großen Zapfenstreich. Dabei zelebrierten das Tambourcorps, Musikverein, Schützenoffiziere und die Freiwillige Feuerwehr im Festzelt die Feier – ein weiterer großer Moment.

Tradition, Musik, Fahnen

Am Sonntag gab es den großen Festzug der 21 angeschlossen Bruderschaften im Dekanatsverband Gangelt-Selfkant. Begrüßt wurden ferner die Birgdener Schützenfreunde aus Daisbach. Es marschierten die Vereinigten Schützenbruderschaften Breberen in Begleitung des Instrumentalvereins als erste Bruderschaft auf die Festwiese „Großer Pley“, im Minutentakte erreichten die nächsten Bruderschaften das Gelände.

Sternförmig aus allen Ecken Birgdens rückten die Bruderschaften und ihre Spielmannsleute an, aus allen Winkeln erklang die Spielmannsmusik. Der „Große Pley“ entpuppte sich dank der zahlreichen Bäume als idealer Platz, denn die Sonne brannte am Sonntag gnadenlos. Auf der Schützenwiese tummelten sich fast tausend Schützen und Spielmannsleute. Dieses Treffen unter Freunden ist für alle stets ein emotionaler Moment.

Nachdem Gastgeber Birgden, angeführt vom Tambourcorps und Musikverein, die Festwiese erreicht hatte, gab es eine weitere Traditionspflege. Es ist Brauch, dass dann, wenn der heimische General angekündigt wird, die gastgebende Bruderschaft an der großen Fahnenfront vorbeizieht und vor dem Ehrenwagen stoppt. Neben dem heimischen Königspaar Hermann-Josef und Anja Peters standen auch Prinz Max Kluge und Schülerprinzessin Hannah Winkels im Mittelpunkt. Eine Augenweide waren zudem die schmucken Ehrendamen in ihren schönen Festkleidern.

Vom Ehrenwagen aus hatten die offiziellen Vertreter einen tollen Blick über die Schützenwiese mit der Schützenfront. Dort stehen traditionell zur Feldandacht die Majestäten der Bruderschaften, umzingelt von Schützenfahnen. Die Feldandacht, zelebriert von Pfarrer Daniel Wenzel, war ein weiterer Höhepunkt. Und dann setzte sich der Festzug durch die Menschenmenge in Bewegung – durch die Bahnhof-, Kreuz, Neu- und Gaterstraße und um den „Großen Pley“ herum.

Die abschließende Parade war wiederum ein sehr emotionaler Moment. Im Festzelt folgte anschließend ein buntes Schützentreiben mit dem Tanz der Majestäten und unter anderem dem Fahnenschwenkwettbewerb.

Wobei auch die kleinen Kirmesgäste einen besonderen Sonntag erlebten. Die St.-Urbanus-Schützenbruderschaft hatte vergeblich versucht, Schausteller für das Schützenfest zu bekommen. Der Präsident hatte daher die glorreiche Idee, mitten auf dem Platz eine Hüpfburganlage sowie ein kleines Karussell in schattiger Lage aufzustellen – für die Kids besser als jeder Rummelplatz, der zudem noch die Geldbörse strapaziert hätte.

Am Kirmesmontag gab es den Familienbrunch in Birgden, am Nachmittag den Festzug und am Abend den Königsball. Dabei spielte die Unterhaltungsband Flamingoboys auf und sorgte für einen großartigen Ausklang.

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