Heinsberg-Unterbruch - Fastelovend ist Trumpf in Unterbruch

Fastelovend ist Trumpf in Unterbruch

Von: anna
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Die Karnevalsgesellschaft Ongerbröker Kuhmule darf stolz auf ihren Nachwuchs sein: So begeisterte auch die Kindergarde das Publikum beim Festabend zum 3 x 11-jährigen Bestehen in der Unterbrucher Mehrzweckhalle. Fotos (3): Anna Petra Thomas Foto: Anna Petra Thomas
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Viele Ehrungen gab es beim Festabend der KG Ongerbröker Kuhmule. Foto: Anna Petra Thomas
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Ortsvorsteher Jupp Hansen verzichtete auf sein Grußwort und begeisterte stattdessen mit einem Auftritt als Blumenmann. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Unterbruch. Allein mit eigenen Kräften und mit der Unterstützung von Musikverein sowie von Trommler- und Pfeiferkorps bestritt die Karnevalsgesellschaft Ongerbröker Kohmule ihren Festabend anlässlich ihres 3 x 11-jährigen Bestehens in der Unterbrucher Mehrzweckhalle.

Carina Frenken, die stellvertretende Vorsitzende, konnte dazu neben Landrat Stephan Pusch als Schirmherrn auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft, aus dem Ortsring sowie von befreundeten Gesellschaften begrüßen.

Eckpfeiler in Brauchstumspflege

„Karnevalsvereine sind Eckpfeiler in der Brauchtumspflege unserer heimischen Region“, erklärte Pusch in seiner mit viel Witz gespickten Festrede. Von ihm erfuhren die auswärtigen Gäste, dass der Name „Kohmule“ nicht von einer Kuh stammt, sondern von einem kleinen Fisch, der früher massenhaft in der Rur zu finden war und dessen Maul dem einer Kuh ähnelte.

Geschichte reicht bis 1860 zurück

„33 Jahre sind wir auf Tour, im Karneval zwischen Wurm und Rur“, reimte Ehrenpräsident Hans Bürschgens zu Beginn seines Rückblicks. Auch wenn die KG erst 1981 gegründet worden ist: Die Geschichte des Karnevals reicht nach Bürschgens‘ Worten bis zum Karnevalssonntag 1860 zurück. Damals habe am Karnevalssonntag erstmals eine Tanzveranstaltung in Unterbruch stattgefunden, wie eine Anzeige im Heinsberger Kreisblatt belege. „Nimmt man das Jahr 1860 als Grundlage, so ist der Unterbrucher Karneval mehr als 150 Jahre alt“, betonte er.

Damit könnten die Kohmule auf einer der ältesten Traditionen im hiesigen Raum zurückblicken. Vorläufer der eigentlichen Karnevalsgesellschaft sei der St.-Josef-Sängerbund gewesen, der bereits von 1920 an Veranstaltungen unter der Bezeichnung Ongerbröker Kohmule organisiert habe, bis schließlich am 21. April 1981 einvernehmlich eine eigenständige Karnevalsgesellschaft gegründet worden sei. „Fastelovend brukt man os net de liere, Fastelovend dont ver fiere“, schloss er und erntete für seinen Rückblick nicht nur ein Alaaf, sondern auch ein typisch Unterbrucher „Hasta la vista – olé“.

Weitere Grußworte sprachen Bürgermeister Wolfgang Dieder, Pfarrer René Mertens und Alexandra Winkens-Haupt für den Ortsring.

Ortsvorsteher Jupp Hansen verzichtete darauf und gönnte sich einen eigenen kleinen Auftritt: „Mich machen Blumen an, ich bin ein Blumenmann“, lautete sein Motto.

Showtanz mit „Explosion“

Stolz präsentierte Präsident Herbert Thebrath im Laufe des Abends vor allem die zahlreichen Tänzerinnen und Tänzer der KG, aktiv in der Mini-, Kinder- und Funkengarde, in der Showtanzgruppe „Explosion“ oder wie Desirée Sexas und Loraine Winkens als Tanzmariechen.

Musikalisch brachten sich in das unterhaltsame Programm nicht nur zum Auftakt bei ihrem gemeinsam Auftritt, sondern auch während des Abends noch einmal mit „Solos“ der Musikverein mit dem Stück „Alt Unterbruch“ sowie das Trommler- und Pfeiferkorps mit einem Karnevals-Potpourri ein.

­Einer Gratulationscour der Gastvereine folgte schließlich als ein Höhepunkt des Abends der Auftritt des Männerballetts „Schöppendales“, bei dem vor allem die „Saloon-Damen“ das Publikum begeisterten.

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