Radarfallen Blitzen Freisteller

Fahrradtüftler arbeiten an der nächsten Generation der Solar-Pedelecs

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
6202057.jpg
Ein neues dreirädriges Solar-Pedelec (im Vordergrund) wurde jetzt von der NEW Re GmbH vorgestellt. Foto: Koenigs

Wegberg. Elektrofahrräder – auch „Pedelecs“ genannt – sind heute schon bekannt. Auch über erste Solar-Pedelecs wurde schon berichtet, die mittels Sonnenkollektoren ihre Energie im wahrsten Sinne des Wortes aus der Luft holen. Nun schrauben der ehemalige Geschäftsführer der NEW Markus Palic und der Erkelenzer Fahrradtüftler Detlef Hermanns, Inhaber des Erkelenzer Zweiradladens „Die Werkstatt“, schon an der zweiten Generation der Solar-Pedelecs.

Die erste voll funktionsfähige Version ihres Zukunftsrades stellten sie in der neuen NEW-Geschäftsstelle in Wegberg vor. Der Prototyp des Elektrorades mit Solarantrieb erinnert auf den ersten Blick nur entfernt an den guten alten Drahtesel. Das Gefährt ist knapp zwei Meter lang und 90 Zentimeter breit. Der Fahrer sitzt darin gemütlich wie in einem Liegestuhl, über dem Kopf hat er die Dachkonstruktion mit einer Zwölf-Volt-Photovoltaikfolie. Die sorgt für die Energie, vorausgesetzt, dass die Sonne scheint.

Grundsätzlich sei die Reichweite „unbegrenzt“, betonte Palic bei der Vorstellung des Modells. Der Antrieb erfolgt zuerst über Muskelkraft, die durch den Elektromotor verstärkt wird, der an der Hinterrad-Nabe angebracht ist. Er wird von einer Batterie mit einer Nennleistung von 250 Watt angetrieben.

Die Zugabe der gespeicherten Energie hängt dann davon ab, wie kräftig der Fahrer in die Pedale tritt. Erreicht er eine Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern, schaltet sich der Elektromotor ab. Einen weiteren Vorteil hat das Pedelec, denn im Falle eines Platzregens eignet sich das Solardach gleichzeitig ausgezeichnet als Regendach. Wenn es schon mangels Sonne nicht „tanken“ kann, soll es wenigstens trocken halten.

Mit dem Solar-Pedelec schlagen die beiden in eine breite Kerbe, denn seit Jahren boomen die Elektrofahrräder und erfreuen sich gerade bei den Freizeitradlern großer Beliebtheit.

Nun heißt es, den Prototyp bis zur Produktionsreife zu bringen. Um die 1000 bis 1500 Euro sollte es höchstens kosten, damit es sich auch wirklich auf dem Markt behaupten kann.

Derzeit liegen die Preise für ein Solar-Pedelec weit darüber.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert