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Erkelenzer Thomas Allan will die Musikwelt erobern

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Billy Bragg bezeichnet ihn als „Zukunft des britischen Rock“: Thomas Allan will von Erkelenz aus die Musikwelt erobern. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Ein junger Mann aus Erkelenz hat sich aufgemacht, um die Musikwelt zu erobern. Doch er nutzt nicht eine der vielen Talent-Shows, um sich vor laufender Kamera und einer Jury zum Affen zu machen. Nein, Thomas Allan will durch Qualität auf der Bühne überzeugen.

Auf dem Mönchengladbacher Horst-Festival hatte der 20-Jährige bereits einen vielbejubelten Auftritt vor rund 5000 Zuschauern, durch den ein breites Publikum auf den Singer und Songwriter aufmerksam wurde. Seine Musik beschreibt Allan als „authentic british indie rock“. Und das ist auch ein Grund dafür, weshalb er Deutschland nicht unbedingt als das Land betrachtet, in dem er zuerst mit Erfolgen rechnet.

Als Sohn einer Deutschen und eines Briten ist er zweisprachig aufgewachsen und hat große Teile seiner Kindheit in Großbritannien verbracht. Schließlich verschlug es die Familie wieder nach Erkelenz, dem Heimatort der Mutter, wo er am Cornelius-Burgh-Gymnasium das Abitur machte.

Schon früh stand sein Berufsziel „Musiker“ fest, betont Allan. Dabei gehe es ihm nicht primär ums Geldverdienen, denn sonst würde er sicherlich eine andere Musik machen. Er sei nicht bereit, für den kommerziellen Erfolg Kompromisse zu machen, lautet sein Credo. Deshalb hat er seine CD „Commercial B-Sides“ auch allein im heimischen Keller aufgenommen, nachdem er in drei Tonstudios und mit deren Ergebnissen absolut nicht zufrieden war. „Die hatten alles glattgebügelt und radiotauglich gemacht“, erinnert er sich.

Also zog er sich mit einem analogen Acht-Spur-Aufnahmegerät in den Keller des Elternhauses zurück und spielte alle Instrumente zu seinen Liedern gleich selbst ein. Seine Eltern unterstützen ihn und haben vielleicht sogar den Anstoß gegeben, als sie ihm mit drei Jahren zu Weihnachten ein Micky-Maus-Schlagzeug schenkten. Das Gitarrespielen hat er sich ebenso wie das Abmischen der Stücke selbst beigebracht. Den Song „Streetlights“ von seiner CD hat er mit 15 Jahren geschrieben.

„Ich möchte keine perfekte Musik machen“, fasst er seine musikalischen Ziele zusammen. Zu seinen Vorbildern gehören die britischen Musiker Joe Jackson und Billy Bragg. Letzterer hat ihn bei Facebook als „Zukunft des britischen Rock“ bezeichnet und seine Musik in höchsten Tönen gelobt. Frei nach dem Motto „Der Prophet gilt im eigenen Land wenig“ musste erst die BBC auf Allan und seine Musik aufmerksam werden und sie spielen, bevor der WDR-Sender „1live“ nachzog und ihn spielte.

Seitdem ist seine Musik gelegentlich im Radio zu hören. „In Deutschland spreche ich mit meiner Musik eher eine Minderheit an“, weiß er.

Um hierzulande Erfolg zu haben, muss er erst in England Erfolg haben. Seinem Durchbruch etwas näherkommen will Thomas Allan deshalb im Mutterland der Rock- und Popmusik. Und dafür muss er nach London, denn „in London wird die Musik auch gelebt. Dort will man auch authentische Musik“, ist er sich sicher. Dafür würde er auch in jedem Club spielen, der ihn auf die Bühne lässt. Seine Musik wirke „irgendwo zwischen Magen und Herz“, womit er seinen Vorbildern durchaus nahe kommt. Den Rest wird Thomas Allan mit Talent und Chuzpe sicherlich hinbekommen.

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