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„Emma6“ und „Wirtz“: Besonderes Flair beim Burgberg-Festival

Von: Anna Petra Thomas
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Bisher unveröffentlichte Songs von ihrer neuen CD „Passen“, die im August erscheint, präsentierte die Band „Emma6“ einem begeisterten Publikum beim Burgberg-Festival. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Ein echter Kontrast zum ersten Wochenende des diesjährigen Musiksommers auf dem Heinsberger Burgberg war das zweite, vor allem in puncto Wetter. Drei Tage lang blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgten für echtes Festivalflair.

„Made in Heinsberg“ hieß es in diesem Jahr. Und dieses Motto blieb keine leere Worthülse, sondern füllte sich zur Überraschung vieler Besucher tatsächlich mit jeder Menge Lokalkolorit. Musiker und ganze Gruppen coverten Rock- und Pop-Ohrwürmer oder fanden auch mit ihren eigenen Kompositionen ihre Liebhaber. Zweifellos zu den Highlights zählten dabei „Emma6“ am Freitag und „Wirtz“ am Samstag.

Das „Hallo Heinsberg!“, mit dem Moderator Jochen Lintzen das zweite Burgbergfestival-Wochenende eröffnete, galt so Besuchern und Musikern zugleich.

Den Anfang macht am Freitagabend die Band „More“. Mit ihr wurden Erinnerungen an die Rock- und Pop-Hits der vergangenen Jahrzehnte wach.

Schon nach ihren ersten Takten waren die drei jungen Heinsberger von „Emma6“ die Lieblinge des Festivaltags. Nicht nur die Songs ihrer ersten eigenen CD hatten sie mitgebracht, sondern quasi auch Welt-Uraufführungen aus ihrem neuen Album „Passen“, das Mitte August erscheint. Neben dem instrumentalen Können begeisterten vor allem die Texte: In einfacher, aber äußerst eindrucksvoller, von vielen Bildern geprägten Sprache gelang es dem Sänger und Songwriter Peter Trevisan, seine Zuhörer auf seine gedanklichen Reisen mitzunehmen.

So sang er etwa von den „leisen Tagen“, die für die lauten gebraucht werden, um dem Publikum zu vermitteln, dass im Alltag auch kleine Auszeiten wichtig sind.

Nach seinem Auftritt vor heimischer Kulisse war er begeistert. „Das hat sich wie Nach-Hause-Kommen angefühlt“, befand er, während er seine Stecker auf der Bühne zog. Zum Abschluss begeisterte am Freitag die Santana-Coverband „Supernatural“ mit Gitarrist Rolf Thebrath und Keyboarder Frank Ollertz.

Hart-rockig ging es am Samstag weiter mit der Band „Cyrcus“. Metal und Alternative Rock standen auf ihrem Programm. Mit einem Meer aus Seifenblasen begeisterte sie ihr Publikum. Die Band „Zero Gravitation“ setzte noch eins drauf mit Pyrotechnik und einem lauten Knall zum Auftakt. Gesanglich konnte die Band allerdings bedingt durch eine Erkältung von Marc Mevißen bei diesem Auftritt nicht überzeugen.

Anders dagegen Daniel Wirtz, der sich nur „Wirtz“ nennt. Mit seinem Deutsch-Rock, in weniger bildlich als eher deutlichen Worten, war „der Sohn der Stadt“, wie ihn Lintzen ankündigte, zum ersten Mal als Solist in Heinsberg zu Gast. Einen Streifzug durch seine drei bisherigen Alben hatte er ebenso mitgebracht wie eine ganze Menge Fans. Und die entließen ihn erst nach mehreren Zugaben wieder von der Bühne. „Das ist hier heute schon viel mehr Drumherum als sonst“, bemerkte er mit Blick auf seine zahlreich anwesenden Familienmitglieder.

Japanisches Trommeln mit der Gruppe „Wadaiko RosenStrauch“ eröffnete den Sonntagnachmittag. Es folgte eine ganze Reihe Heinsberger Künstlers in wechselnden Formationen unter dem Motto „Heinsberger All Stars“ und schließlich die Band „beets ´n´ berries“.

Besucher hätte sich die Stadt als Veranstalter an den drei Tagen ein paar mehr gewünscht. „Aber wir lassen uns nicht beirren. Wir machen weiter!“, kündigte Erster Beigeordneter Jakob Gerards schon das nächste Festival an. Dabei werden Eigengewächse aus der Heinsberger Jugendmusikschule sicherlich wieder eine ganz große Rolle spielen.

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