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EKG-Feldkaplan nimmt beim Prinzenfrühstück kein Blatt vor den Mund

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Zum Prinzenfrühstück zogen Bernd II. und Birgit I. ins Alte Rathaus ein, wo sie auch von Feldkaplan Jürgen Frisch begrüßt wurden. Foto: Koenigs

Erkelenz. Sie war lecker, die Erbsensuppe, die zum Abschluss des Prinzenfrühstücks zu Ehren von Prinz Bernd II. und Birgit I. im Alten Rathaus von den EKG-Frauen serviert wurde. Zuvor hatten die zahlreichen Gäste ein Programm erlebt, das nachhaltig in Erinnerung bleibt.

Frisch, fromm, fröhlich und frei ging es zu bei den Beiträgen, musikalisch umrahmt von Markus Forg, der mit seinem Hit „im Winter da schneit es, im Winter ist es kalt” alle Herzen erwärmte.

Waren schon die Büttenreden von Bernd II und Birgit I. sowie EKG-Chef Stephan Schüren schwungvoll, so setzte Feldkaplan Jürgen Frisch dem jecken Programm die Krone auf, als er frei von der Leber weg über Krankheiten, Kirche und die Tücken der deutschen Sprache parlierte. Im „Gürzenich von Erkelenz im Schatten des Doms” kam er zunächst zur Selbsterkenntnis: „Wir sind im Kreis die einzige Stadt, die etwas ganz Besonderes hat”, nämlich ihn als Feldkaplan. Fröhlich räsonierte er über die Fallstricke der deutschen Sprache: „Wir sind nicht krank, wir feiern krank.” „Faulenzen ist ein Tätigkeitswort” oder „Ein Junggeselle ist ein Mann, dem zum Glück eine Frau fehlt.”

Da man im Tod nicht mehr lachen kann, sei es sinnvoll, es zu Lebzeiten zu tun, hat der Feldkaplan scharfsinnig erkannt, und lud zur „Seebestattung nach Bellinghoven” ein, wenn es denn mit einer Operation nicht geklappt hat. Nicht nur das Wegberger Krankenhaus nahm er dabei aufs Korn: „Dort haben sie einen neuen Chirurgen aus einem christlichen Krankenhaus, wenn der sonntags operiert, macht der nur Kreuzstiche.”

Den Topf auf den Deckel setzte der Feldkaplan, als er sich seinem eigentlichen Metier, der katholischen Kirche zuwandte. So kritisierte er den Fusionswillen, der darin münde, dass es eine abschließende Fusion von Himmel und Hölle geben werde. Die GdG als Gemeinschaft der Gemeinden ist für ihn eine „Gemeinheit des Generalvikariats”, und den KGV als Kirchengemeindeverband bezeichnete er als „Kollektengeldverschwendung” oder „Kirchen gehen verloren”.

Aber auch der Kaplan wusste, Karneval ist kurzlebig. Am Aschermittwoch ist alles vorbei.
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