Radarfallen Blitzen Freisteller

Eingeweiht: Neue Rettungswache in Heinsberg

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
5727782.jpg
Die neue Rettungswache an der Industriestraße löst das alte Gebäude an der Lindernen Straße ab.
5727790.jpg
Im Hofbereich der Rettungswache hat auch der ABC-Schutzzug des Kreises Heinsberg ein neues Zuhause gefunden.
5727779.jpg
Der Segen zur Einweihung sei ja eigentlich schon von oben gekommen, witzelte Propst Markus Bruns, als er mit Pfarrer Sebastian Walde im Regen die Einsegnung der neuen Rettungswache nebst Fahrzeughalle des ABC-Zuges und neu angeschafftem Gerät vornahm. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Das Raumangebot reichte einfach nicht mehr aus, und am Ende waren sogar die Arbeitsschutz- und Hygienebestimmungen nicht mehr einzuhalten. Der Bau einer neuen Rettungshauptwache für die Stadt Heinsberg, einer von vier im gesamten Kreisgebiet, wurde unumgänglich. So entstand durch die Frauenrath BauConcept GmbH als Generalunternehmer zwischen April und Dezember letzten Jahres an der Industriestraße 52 aus einem ehemaligen Autohaus durch eine schlüsselfertige Sanierung inklusive Umbau eine moderne Rettungswache mit nunmehr über 600 Quadratmetern Nutzfläche.

 Auch einsatztaktisch, so meinte Landrat Stephan Pusch, bei der gestrigen Einweihung, sei das alte Gebäude nicht mehr so günstig gelegen. „Das Gelände hier in unmittelbarer Nähe der B 221n und der K 5 liegt geradezu perfekt und dürfte für viele Bereiche in Heinsberg die Anfahrtszeiten der hier stationierten Fahrzeuge verringern“, sagte er. Mit dem auf die lang andauernde Ausbautätigkeit an der Industriestraße gemünzten Nachsatz „wenn denn die Baustelle mal fertig ist“ erzielte Pusch gleich einen Lacher.

Unter der Führung von Wachleiter Guido Loßau werden 39 Rettungsdienstmitarbeiter künftig an der Industriestraße in Schichten rund um die Uhr ihren Dienst versehen. Der ABC-Schutzzug rekrutiert sich aus 55 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren der Städte und Gemeinden des Kreises. Davon sind 24 der Gruppe Hückelhoven zugeordnet und 31 in Heinsberg.

Der Segen der Geistlichkeit bezog sich nicht nur auf Gebäude und Einsatzkräfte, sondern zudem gleich auf die technischen Neuanschaffungen – zwei Wechsellader für unterschiedliche Spezialcontainer, ein Atemschutzcontainer und zwei Motorräder. Letztere standen laut Hans-Hubert Plum, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister, schon seit einigen Jahren auf der Wunschliste der Wehr. Sie werden bei den Feuerwehren in Wegberg und Übach-Palenberg stationiert und zur Begleitung und Sicherung der im Rahmen der Landes- und Bezirkskonzepte aufgestellten Einheiten bei so genannten Mot-Märschen (z. B. organisierten Verlegungen von Einsatzeinheiten) sowie zur Unterstützung der Feuerwehren bei größeren Schadenslagen benötigt für Erkundungs- oder Lotsenfahrten.

„Die tägliche Beanspruchung, insbesondere bei den Fahrten mit Sondersignal, die immensen Kilometerleistungen und die Einhaltung der Vorschriften zwingen den Kreis als Träger des Rettungsdienstes und des Feuer- und Katastrophenschutzes immer wieder, Fahrzeuge auf dem neuesten Stand der Technik anzuschaffen. Bei uns im Kreis Heinsberg gilt: in Quantität und Qualität ist alles getan, um für die Menschen da zu sein“, meinte Pusch. „Wer hier sparen will, der spart an der falschen Stelle.“ Aufgrund überörtlicher Einsatzverpflichtungen, so erläuterte Hans-Hubert Plum, werde die Zahl der Einsätze in Zukunft ohnehin noch zunehmen.

Johannes Jansen von der Frauenrath-Gruppe, die als Grundstückseigentümer und Bauherr die Gebäude an den Kreis vermietet, betonte, dass die Nähe zum Firmensitz gleich nebenan eben so außergewöhnlich sei wie die gute Zusammenarbeit mit allen am Bau Verantwortlichen. Er hoffe dennoch, dass die Mitarbeiter in der Wache möglichst oft lediglich sitzen und warten mögen. „Denn jedes Mal, wenn ein Rolltor geöffnet wird“, so ergänzte später Heinsbergs Erster Beigeordneter Jakob Gerards, „ist da draußen wahrscheinlich ein Mensch zu Schaden gekommen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert