Erkelenz - Eine Umsiedlung ist viel mehr als nur ein Umzug

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Eine Umsiedlung ist viel mehr als nur ein Umzug

Von: hewi
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Ins Buch der Stadt Erkelenz trug sich der Leiter einer chinesischen Delegation, Yue Zhongming, ein. Foto: Koenigs

Erkelenz. Die tagebaubedingte Umsiedlung im Erkelenzer Land findet auch in Asien Beachtung. Eine Delegation aus der Volksrepublik China ist derzeit in Deutschland zu Gast, um sich über die modernen Verfahren der Umsiedlung und Entschädigung vor Ort bei den betroffenen Kommunen zu informierten.

Eine der Stationen war auch Erkelenz, wo die Gäste im Rathaus empfangen wurden. Im NRW-Justizministerium und bei der Bezirksregierung Köln wurden zuvor rechtliche Themen und Fragen der Entschädigungspraxis besprochen.

Die sechsköpfige Delegation ist auf Einladung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu Gast in Deutschland.

Grund des Interesses aus Fernost ist das Bemühen der Volksrepublik China um eine Reform des Bodenverwaltungsrechts, wie der Delegationsleiter Yue Zhongming erklärte. Der Volkskongress sucht nach einer einheitlichen Regelung zur Entschädigung von Bauern. „Dabei spielt die soziale Perspektive eine große Rolle“, betonte er.

Eine Umsiedlung sei mehr als ein Umzug, da man ein Stück Heimat für immer verlassen müsse. „Daher darf man es nicht als reinen Verwaltungsakt betrachten“, erklärte er. Bürgermeister Peter Jansen und der technische Beigeordnete Ansgar Lurweg hatten in einem Vortrag die Zeitabläufe und Prozesse vorgestellt, die beachtet werden müssten.

Aktuell konnten sie auf die Umsiedlerforen verweisen, in denen die Betroffenen aus Keyenberg, Kuckum, Berverath sowie Oder- und Unterwestrich ihre Umsiedlung maßgeblich mitplanen.

Nach dem Besuch im Rathaus und einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt lernte die Delegation die Umsiedlung vor Ort in Immerath (alt und neu) kennen.

Der Besuch findet im Rahmen des deutsch-chinesischen Rechtskooperationsprogramms statt und wird von der „Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit“ organisiert. Weitere Besuche führen die Delegation noch nach Berlin und Brandenburg, bevor es mit neuen Erkenntnissen und Eindrücken zurückgeht ins Reich der Mitte.

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