Ein Wechselbad der Gefühle bei Musical & More

Von: Monika Baltes
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„Musical and more“ lockte auch in diesem Jahr wieder viele Fans an, so dass die Hückelhovener Aula bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Welch grandiose Show: Musical & more in der Hückelhovener Aula vor ausverkauftem Haus! Zum 14. Mal hatte Veranstalter Jürgen Laaser (KulturPur) zu einem Musikerlebnis der besonderen Art eingeladen. Aktuelle und klassische Musical-Songs und Welthits aus dem Rock- und Pop-Genre wurden geboten. Insgesamt 18 Künstler standen auf der Bühne.

Zu den Topstars der europäischen Musical-Szene – Martin Berger, Sascha Th. G. Krebs, Petra Madita Kübitz, Amber Schoop, Valerie Scott –, der Musical-Allstars-Band und dem Chor Chicken Divine gesellten sich als Gastmusikerin am Cello Johanna Peiler und Sängerin Anja Backus.

Mit dem besonderen Charme, der Österreichern angeboren scheint, führte Martin Berger durch das Programm. Die Show – abgerundet durch perfekte Licht- und Tontechnik – packte das Publikum: Die Lieder vermittelten mal ein Gefühl von Wärme, mal jagten sie einem eine Gänsehaut über den Rücken, mal zwangen sie zum Nachdenken, zum Lachen oder beschworen eine düstere Stimmung.

Das Energiebündel Valerie Scott begeisterte mit einem Song aus Dreamgirls, einem U2-Hit und Robert Palmers „Addicted to love”. Wie kommt eine so große Stimme in ein so kleines, zierliches Persönchen?

Beim Duett von Anja Backus und Martin Berger „Totale Finsternis“ aus dem Musical Tanz der Vampire wagten die Zuhörer kaum zu atmen, um den Zauber nicht zu zerstören. Stimmgewaltig zeigte sich Amber Schoop bei „Rollin’ in the Deep“ und „Dear Mr. President“, einem Song, den Pink zu Zeiten der Regierung von Präsident George W. Bush veröffentlicht hat. Wegen der Kritik an seiner Politik durfte das Lied damals von den Radiostationen nicht gespielt werden.

Zum Song „Cello“ von Udo Lindenberg bekamen die Akteure Sascha Krebs und Martin Berger Verstärkung von Johanna Peiler am Cello. Mit großem Vergnügen folgte das Publikum der virtuosen Udo-Lindenberg-Schnoddrigkeit.

Petra Madita Kübitz hatte es in ihrem Song aus dem Musical Aida kokett angekündigt: „Her mit den Klamotten, den gewagten und den flotten, meine Gabe ist mein Sinn für Stil.“ Und die Kleider der Damen waren wirklich atemberaubend.

Wenn der Aufforderung an das Publikum, sich zu erheben und mitzurocken, vor der Pause nur zögerlich nachgekommen wurde, lag das sicher nicht an fehlender Begeisterung, sondern eher an fehlender Beinfreiheit. Zum Ende der Vorstellung wurde der Wunsch der Akteure aber erfüllt.

Die ganze Aula hatte sich erhoben, minutenlang Beifall gespendet, tanzte zu „Viva la vida“ und sang auch textsicher mit. So lange, bis das Ensemble noch einmal auf die Bühne zurückkehrte, um die Hymne an die Musik schlechthin anzustimmen: „Music – Musik war meine erste Liebe und sie wird meine letzte sein.“

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