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Ein Verletzter und ausströmendes Biogas

Von: hewi
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Erkelenz-Hetzerath. Hauptgärbehälter der Biogasanlage am Gut Marienhof in Flammen. Ein Mitarbeiter liegt bewusstlos auf der Arbeitsplattform und ist über die Treppe nicht zu erreichen. Ein weiterer Mitarbeiter ist nach einem Unfall unter einem landwirtschaftlichen Gerät eingeklemmt. Die Freiwillige Feuerwehr Erkelenz übt am Gut Marienhof den Ernstfall.

Mit dieser Aufgabenstellung war der Löschzug 2 der Freiwilligen Feuerwehr zur Übung angetreten. Daran beteiligt waren auch die Löscheinheiten Gerderath, Gerderhahn, Schwanenberg, Golkrath und Hetzerath.

Über Wirtschaftsweg erreichbar

Gut Marienhof ist von der Straße aus schwer und nur über einen Wirtschaftsweg zu erreichen. Die Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk und einer Kapazität von 190 Kilowatt (kw) wurde 2010 in Betrieb genommen. Verwaltungstechnisch liegt die Anlage auf Hückelhovener Gebiet, aber gerade bei der Brandbekämpfung arbeiten die Kommunen übergreifend zusammen, wie Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens betonte. Die Übungen sind wichtig, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Und bei einer solchen Aufgabenstellung kommt eine Menge auf die freiwilligen Brandbekämpfer zu.

Auf dem Programm stand natürlich ganz oben die Lebensrettung. Doch dann musste das vermeintlich ausströmende Biogas mittels einer Wärmebildkamera kontrolliert und am Explodieren gehindert werden, das Löschwasser zum Einsatz gebracht und später zurückgehalten und die Einsatzstelle wegen der einsetzenden Dunkelheit ausgeleuchtet werden. Den Feuerwehrleuten bot sich vor Ort ein durchaus realistisches Bild. Dicke Rauchschwaden schlugen ihnen entgegen, als sie die Schläuche ausrollten und in Stellung brachten.

Mit Atemschutzgeräten musste „der Verletzte“ von der Anlage gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Das Zusammenspiel der Löscheinheiten funktionierte zur Zufriedenheit der Einsatzleitung. Die Anlage würde im Ernstfall kontrolliert abbrennen, erläuterte Linkens. Im Vordergrund stehe ganz klar die Rettung der Menschen. Übungsleiter waren Stadtbrandinspektor und Zugführer des zweiten Zuges, Helmut van der Beeck, und sein Stellvertreter, Brandoberinspektor Heinz Kamphausen. „Bei den Übungen geht es neben der Handhabung und den Arbeitsabläufen vor allem um das Einüben der Zusammenarbeit zwischen den Löscheinheiten“, erklärte Linkens.

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