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Ein Jahr Südamerika: Abiturienten starten in ihr „Abenteuer“

Von: Helmut Wichlatz
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Bürgermeister Peter Jansen aus Erkelenz (rechts) empfing Wilfried Wunden, den Referent beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend und die Freiwilligen Kornelia Rambo (Kolumbien) und Katharina Bialek (Brasilien, 2. v. rechts). Foto: Koenigs

Erkelenz. „Es gibt Menschen, die trauen sich was. Es verdient Respekt, sich diesen Aufgaben zu stellen.“ Mit diesen Worten würdigt Bürgermeister Peter Jansen im Rahmen eines Gesprächs im Rathaus das Engagement von Kornelia Rambo und Katharina Bialek.

Die beiden Abiturientinnen werden ein freiwilliges soziales Auslandsjahr in Südamerika absolvieren, um vor Ort die sozialen Projekte zu unterstützen, für die sie schon in der Eine-Welt-AG des Cusanus Gymnasiums Spenden gesammelt haben.

Mit dem noch druckfrischen Abitur in der Tasche, machen sie sich auf den Weg, um sich in Brasilien und Kolumbien zu engagieren. Organisiert wird ihr Einsatz von der AG des Cusanus, die Bruno Bürger 1980 ins Leben gerufen hat, und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Aachen.

Seit März haben sie sich intensiv auf ihre Arbeit vorbereitet. Es galt, die Sprachen und die landesspezifischen Besonderheiten zu lernen, denn sie werden während ihres Aufenthalts dort leben, wo sie auch arbeiten.

Bei Kornelia, die am Cornelius-Burgh ihr Abitur gemacht hat, ist das die kolumbianische Stadt Libano. Dort wird sie sich bei der Stiftung Hogar del Niño für die schulische Bildung der Kinder aus ärmlichen Verhältnissen engagieren. „Im Vorfeld haben wir viel gelernt, auch über Tropenkrankheiten und andere Dinge, die passieren könnten.“ Ihre Eltern seien nicht allzu überrascht gewesen, als sie ihnen von ihren Plänen erzählte. „Sie haben sich so etwas schon gedacht“, erklärt die 18-Jährige, die nach dem Auslandsjahr gerne Medizin studieren würde, um Kinderärztin zu werden.

„Kolumbien hat ein Imageproblem“, erklärt Wilfried Wunden vom BDKJ, der die Freiwilligen betreut und auf ihre Einsätze vorbereitet. Deshalb seien junge Menschen wie Kornelia die besten Botschafter für das südamerikanische Land, das eher für Drogenkriminalität als für seinen Kaffeeanbau bekannt ist.

Die 19-jährige Katharina wird in der brasilianischen Millionenmetropole Salvador da Bahia in einer Favela – einem der Armenviertel – mit Jugendlichen und in der medizinischen Station arbeiten, die von der Eine-Welt-AG finanziell unterstützt wird. Dabei war nicht sicher, ob sie zum geplanten Zeitpunkt loslegen könnte, denn es gab Probleme mit dem Visum. Nun ist alles geklärt und sie sitzt in den Startlöchern, um zu dem ersten großen Abenteuer ihres Lebens aufzubrechen. „Meine Oma hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als sie von meinen Plänen erfuhr“, erinnert sie sich schmunzelnd. Das Auslandsjahr soll der Auftakt ihrer Ausbildung zur Sozialpädagogin sein.

Im Vorfeld mussten sich die jungen Helfer gegen Mitbewerber durchsetzen, denn wegen des diesjährigen doppelten Abiturjahrgangs war auch der Andrang der Interessenten größer als in den Jahren zuvor. „Viele Absolventen suchen nach einer Möglichkeit, um zwischen der Schule und der Ausbildung etwas Sinnvolles zu tun und zu sich selbst zu finden“, erläutert Wunden.

Für Bürgermeister Jansen ist es selbstverständlich, dass er die jungen Helfer unterstützt und vor der Abreise empfängt, um ihnen für ihr Engagement zu danken. „Diese Bereitschaft zu helfen verdient Anerkennung und Unterstützung“, lautet sein Fazit.

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