Ein ganz besonderer Klamauk zum Jubiläum

Von: Helmut Wichlatz
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Hückelhoven-Baal. Die Proben für das diesjährige Stück der Baaler Bürgerbühne laufen auf Hochtouren. Und in diesem Jahr muss alles besonders gut laufen, denn die Theatertruppe feiert ihr zehnjähriges Bestehen, weshalb man den treuen Fans und Besuchern auch mit dem Lustspiel „Chaos im Roten Ochsen“ einen besonderen Leckerbissen präsentieren will.

Rund tausend Zuschauer kommen jedes Jahr zu den Stücken der Bürgerbühne. „Dabei sind die Geschmäcker durchaus verschieden“, weiß Rita Kluge, die die Truppe zusammenhält und neben Eugen Symanski auch bei der Regie mit Hand anlegt. „Das Samstagspublikum ist weitaus kritischer und lacht auch an ganz anderen Stellen.“ Man kennt sich eben und auch die Vorlieben des Publikums. Deshalb wurden in den letzten vier Jahren auch ausschließlich Stücke aus eigener Feder präsentiert. Geschrieben werden sie von Nicole Senderek und Jörg Prell. „In diesem Jahr konnten wir kein eigenes Stück zu Papier bringen, deshalb haben wir uns für den Dreiakter von Heike und Didi Müller entschieden und es eingekauft“, erklärt Kluge weiter.

Was dann angeliefert wird, ist aber noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn mit der ersten Probe im März heißt es auch, das Stück auf die Sprechgewohnheiten der Schauspieler abzustimmen, nach dem Motto „Was nicht passt, wird passend gemacht“. Schließlich soll es ja möglichst echt und nicht gestelzt daherkommen. Man hat ja einen guten Ruf zu verlieren. „Da gibt es immer Sätze, die man so nicht sagen kann, weil sie einfach nicht passen“, weiß auch Ansgar Scheede, der seit vier Jahren zur Theatertruppe gehört und in diesem Jahr als Rüdiger Saiter zu sehen sein wird. Viele Details der Rollen entwickeln sich erst während der Proben in gemeinsamer Arbeit. Nicht nur als Regisseur, sondern auch als Stimmungsgarant ist Eugen Symanski dabei. Er strapaziert als etwas anderer Chef eines Transportunternehmens die Lachmuskeln des Publikums.

Das Stück ist leicht zusammengefasst, wenn man nicht zu viel verraten will: Verwechslungen, kleine Lügen und ungeahnte Wendungen, die am Ende trotzdem irgendwie zum Happy End führen. Nur so viel sei verraten: Jochen (Dirk Borowski) und Petra (Sylvia Klatt) haben sich nicht träumen lassen, dass sie anstelle eines Lokals eine heruntergekommene Muckibude in Baal übernommen haben. Ein Umstand, mit dem sie nun hantieren müssen, wenn man nicht den Geldsegen verlieren will, den Petras Mutter Elke (Susanne Birth) in Aussicht stellt.

Bei allem Erfolg hat die Baaler Bürgerbühne ein Problem: das Alter. Vor allem die erfahrenen Bühnenbauer, „die aber das Rentenalter bald hinter sich haben“, brauchen Nachwuchs, weiß Kluge. Denn nicht nur auf der Bühne, sondern auch dahinter entscheidet sich, ob das Stück wieder ein Erfolg wird. Und erfolgreich will man auch ins zweite Jahrzehnt des Bestehens starten. Mit dem Stück „Chaos im Roten Ochsen“ feiert die Baaler Bürgerbühne am Freitag, 11. Oktober, um 20 Uhr Premiere im Bürgerhaus. Am Samstag, 12. Oktober, ist das Stück ebenfalls um 20 Uhr und am Sonntag, 13. Oktober, ab 17 Uhr zu sehen. Am Samstag, 2. November, ist es ab 20 Uhr in der Hückelhovener Aula zu sehen. Der Vorverkauf beginnt am 7. September bei „Geschenk Nr. 1“ in Baal und bei Schreibwaren Hansen in Hückelhoven.

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