Selfkant - Ein Buch, das Menschen auf 100 Seiten Mut macht zum Leben

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Ein Buch, das Menschen auf 100 Seiten Mut macht zum Leben

Von: anna
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Über das Mutmach-Buch von und für Menschen im Selfkant freuen sich Stella Kelleners, Nadine Jeuken-Kelleners, Heide Huchel, Gabriele Thönnessen, Claus Papenheim, Monika Plaum, Margret Meid und Marita Kümmel (von links). Foto: Huchel visualmedia Werbeagentur GmbH

Selfkant. Was gibt es Schöneres als ein Geschenk, das selbst gemacht ist und damit von Herzen kommt? Für die Teilnehmer des diesjährigen Krankenbegegnungstages im Pfarrverband Selfkant war dies am Ende des Gottesdienstes ein Buch mit Mutmach-Texten. Damit waren sie die ersten, die das 100-seitige Buch mit dem bezeichnenden Titel „Nur Mut“ in den Händen hielten.

Die Idee dazu hatte Gemeindereferentin Gabriele Thönnessen, die damit ein sichtbares Zeichen der Solidarität für kranke und gebrechliche Menschen im Selfkant initiieren wollte. So hatte sie schon im Herbst vergangenen Jahres in Pfarrbriefen, auf Flyern und Plakaten die Menschen im Selfkant aufgerufen, ihr Texte zuzusenden, die Mut machen. „Ich war angenehm überrascht von der Vielfalt der Texte“, berichtet Thönnessen und erinnert sich auch noch an die erste Einsendung.

Es war der Liedtext „Von guten Mächten“, dessen Ursprung von Dietrich Bonhoeffer stammt. Neben Gedichten, Lebensweisheiten, Bibeltexten, Symbolgeschichten und Gebeten traf auch ein Auszug aus dem Buch des in einer Wetten-dass-Sendung verunglückten Samuel Koch ein, wenig später ein Mundartgedicht von Jan Philippen aus Süsterseel und ein Gedicht des Mönchengladbacher Autors Wilhelm Bruners.

Auch ein irisches Segensgebet, eine Symbolgeschichte über den Zusammenhang von Freude und Leid, ein Morgengebet und viele Zitate folgten. Ausschnitte des „Rheinisch Grundgesetz“ sind ebenfalls vertreten. Hin und wieder griffen die Selfkänter sogar selbst zum Stift und sandten einen eigenen Text zu. Und so findet sich in dem Buch jetzt Gereimtes neben Erzähltem, Traditionelles neben Modernem. Die Einsender werden dazu namentlich genannt.

Für die künstlerische Gestaltung des Buches zeichneten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 der Hauptschule Höngen verantwortlich. Sie setzten sich im vergangenen Schuljahr mit dem Thema „Mut machen“ auseinander und gestalteten im Kunstunterricht, begleitet von ihrem Lehrer Manfred Viethen, originelle und farbenfrohe Acrylbilder, die gemeinsam mit den eingereichten Texten zu dem Buch zusammengestellt wurden. Das passende Titelbild steuerte Hobbyfotografin Margret Meid aus Süsterseel bei. Nachdem das Buch dann durch die Werbeagentur Huchel Visualmedia den letzten Schliff bekam, konnten stolze 600 Exemplare gedruckt werden.

In den nächsten Wochen werden auch die restlichen Exemplare neue Besitzer finden. So werden kranke und gebrechliche Menschen zu Hause besucht, und auch die Bewohner der Altenheime im Selfkant werden nicht vergessen. Eine Kooperation mit der Krankenhausseelsorge in Gangelt ermöglicht es, dass das Buch auch im Krankenhaus Gangelt Verwendung findet. In den Verkauf kommt das Buch nicht.

„Leider haben wir nicht für alle eingesandten Texten die Druckrechte erhalten“, sagt die Gemeindereferentin. „Unser Dankeschön gilt jedoch allen, die mitgemacht haben. Ein besonderer Dank im Namen des gesamten Pfarrverbandes gilt der Hauptschule Höngen und den Firmen und Privatleuten, die den Großteil der entstehenden Druckkosten durch Spenden finanziert haben.“

Berührt habe sie bei der Arbeit an dem Buch, dass viele Einsender ihr auch geschildert hätten, wie ihnen ein Text in schweren Zeiten Mut gegeben habe. „Das zeugt davon, dass ein treffender Text Hoffnung weckt und Kraft geben kann“, betont Thönnessen. Und genau das wünscht sie sich gemeinsam mit allen, die sich für dieses Projekt engagiert haben, jetzt auch für die Leserinnen und Leser des Buches.

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