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Eifelverein mit geheimnisvoller Geschichte

Von: hewi
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Detlef Püttmann (2.v.l.) und Helga Oligschläger (2.v.r.) präsentieren das T-Shirt, das alle Mitglieder des Ortsvereins Erkelenz anlässlich des 90. Geburtstages des Eifelvereins als Geschenk erhielten. Foto: Passage

Erkelenz-Immerath (neu). Wie könnte ein Verein, dessen Zweck das gemeinsame Wandern ist, sein Jubiläum besser feiern als mit ein paar Wanderungen ins Erkelenzer Land und durch die Innenstadt?

Dabei ist der 90. Geburtstag der Erkelenzer Ortsgruppe des Eifelvereins eigentlich erst der vierte. Wie das geht, erklärte der Vorsitzende Detlef Püttmann im Rahmen des Empfangs im Kaisersaal.

Vor vier Jahren war Püttmann sich noch sicher, einen neuen Verein aus der Taufe zu heben, als er mit einigen Wanderfreunden zusammen einen Eifelverein in Erkelenz gründen wollte. Umso erstaunter war er, als er erfuhr, dass es in Erkelenz bereits einen solchen Verein gebe. Und zwar schon seit den 20er-Jahren.Allerdings sei der Verein auch schon seit den 30er Jahren nicht mehr aktiv.

So wurde aus der beabsichtigten Vereinsgründung tatsächliche eine Vereinswiederbelebung, erläuterte Püttmann. Immerhin konnte man so schon nach einigen Jahren einen beachtlichen Geburtstag feiern.

Zu den Gästen im Kaisersaal gehörte auch Mathilde Weinandy. Sie ist Bürgermeisterin von Prüm und Vorsitzende des Eifelvereins, den es seit 125 Jahren in Deutschland gibt. Der Verein ist auf rund 30.000 Wanderer angewachsen, die sich unter der Fahne des Eifelvereins treffen, um gemeinsam zu wandern und neuerdings auch Radtouren zu absolvieren. Mit der Zeit wurden auch rund 6.000 Kilometer Wanderwege im Gebiet der Eifel entstanden, das von NRW und Rheinland-Pfalz bis ins benachbarte Ausland nach Belgien reicht. Im Tourismus stellt der Eifelverein längst eine feste Größe dar und arbeitet auch eng mit den Kommunen zusammen. Weinandy betonte auch, dass der Eifelverein zur Gesundheit und Mobilität der Mitglieder beitrage. „Es gibt kaum Schöneres, als sich mit Gleichgesinnten in der Natur zu bewegen“, schloss sie.

Eine Sehenswürdigkeit des Treffens war auch der handgefertigte Wimpel, der noch vom Original-Eifelverein übrig geblieben ist und die Zeit im Stadtarchiv überstanden hat. Er stammt aus dem Jahr 1926 und stellt das letzte Zeugnis des alten Eifelvereins dar, der seine Tätigkeit in den 30ern schon wieder einstellte. Weshalb, das müsse noch recherchiert werden, erklärte Püttmann.

Selbst zum Gründungsjahr gibt es keine einheitliche Aussage. So wird einmal das Jahr 1920 angegeben, andererseits aber auch 1924. Dies werde aber noch herausgefunden.

Auch wolle man dem Gerücht nachgehen, der Eifelverein sei damals von den Nazis „ausgetrocknet“ worden, weil er auch jüdische Gründungsmitglieder hatte. Die Geschichte der Ortsgruppe Erkelenz des Eifelvereins wird die Heimatforscher sicher noch eine Weile beschäftigen. e_SRit

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