Mönchengladbach - Ehemann gesteht Tötung seiner Frau

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Ehemann gesteht Tötung seiner Frau

Von: ddp
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Leiche
Die Beamten des Erkennungsdienstes sichern in der Nähe des Fundorts die Spuren. Foto: Georg Schmitz

Mönchengladbach. Mit einem Geständnis hat vor dem Mönchengladbacher Landgericht der Prozess um die Tötung einer 64-jährigen Bankkauffrau aus Erkelenz begonnen.

Der 68-jährige Ehemann gab am Mittwoch zu, seine Frau nach einem Streit um Geld erwürgt und die Leiche anschließend in einem Waldstück bei Hückelhoven verbrannt zu haben. Der frühere Prokurist einer großen Düsseldorfer Bank schilderte die Tat allerdings als Unglücksfall. Den Tod seiner Frau habe er nicht gewollt, sagte der Angeklagte.

Der Tat war nach Angaben des 68-Jährigen ein Streit um die finanzielle Situation des Ehepaares vorausgegangen. Er habe viel Geld für teure Autos ausgegeben, sagte der Angeklagte. Seine Frau wiederum habe bis zuletzt den einzigen Sohn der Familie finanziell erheblich unterstützt.

So habe der verheiratete 42-Jährige von seinen Eltern ein monatliches Taschengeld von 600 Euro erhalten. Zudem sei man für alle größeren Ausgaben des Sohnes aufgekommen, der nach seinem Hauptschulabschluss als Tankwart arbeitete, zuletzt allerdings nur noch Gelegenheitsjobs hatte. Die Unterstützung des Sohnes habe dazu geführt, dass die Familie Kredite aufnehmen musste.

Am Tattag habe diese Situation zum Streit geführt. Der Angeklagte erklärte, seine Frau habe ihn massiv beschimpft und beleidigt. Daraufhin habe er sie beruhigen wollen. Er habe ihr den Mund zugehalten, sei dann an ihren Hals geraten und habe sie offenbar erwürgt. An die eigentliche Tat konnte sich der 68-Jährige auch auf Nachfragen des Gerichts nicht genau erinnern. Einige Tage später brachte er die Tote mit seinem Geländewagen in ein Waldstück, übergoss dort die Leiche mit Benzin und zündete sie an.

Die Polizei war dem 68-Jährigen erst nach einem Hinweis des Sohnes auf die Spur gekommen. Der 42-Jährige hatte den Ermittlern von einem merkwürdigen Verhalten seines Vaters berichtet. Anschließend hatte die Polizei das Haus der Familie durchsucht, dabei hatten Leichenspürhunde angeschlagen.

Bei einer Verurteilung wegen Totschlags drohen dem Mann bis zu 15 Jahre Haft. Das Mönchengladbacher Landgericht hat für den Prozess sechs Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll Anfang Mai verkündet werden.
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