Ehemaliges CDU-Mitglied will Wassenberger Jusos reaktivieren

Von: Nicola Gottfroh
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Er will mehr Einfluss auf das, was im Rathaus entschieden wird: Markus Schnorrenberg. Foto: N. Gottfroh

Wassenberg. Alles neu macht der Mai, sagt das Sprichwort. Mit dem Wonnemonat hat es aber sicherlich wenig zu tun, dass Markus Schnorrenberg, Mitglied der SPD in Wassenberg, die Jusos, die Jugendorganisation der SPD, gerade jetzt neu aktivieren möchte. Vielmehr ist es der beginnende Wahlkampf zur Bundestags- und Kommunalwahl, der den 28-jährigen Verwaltungsangestellten beim Bund der deutschen katholischen Jugend (BDJK) motiviert.

Die sozialdemokratische Jugendorganisation besteht in Wassenberg zwar bereits seit vielen Jahren, doch da viele der einstigen Jusos auswärts studieren, war die Ortsgruppe zuletzt inaktiv. „Dabei sind die Jusos für junge Menschen einen tolle Möglichkeit, die eigene Stadt mitzugestalten“, sagt Schnorrenberg. „Denn die Jusos geben den Fraktionen Anregungen und Anträge an die Hand, die die Politiker dann in den Rat mit einbringen und in diesem Gremium diskutieren.“

Schnorrenberg selbst hat schon viele Anträge in seinem Leben eingebracht, denn seit seiner Jugend ist er politisch aktiv. Auch wenn nicht immer alles in seinem Sinne war, hat er nie Politikverdrossenheit gespürt. Statt das Interesse an der Politik zu verlieren, hat er seine eigenen Konsequenzen gezogen und ist zu einer anderen Partei übergelaufen. So war der gläubige Christ, der einmal Mönch werden wollte und eine Weile im Kloster lebte, bis 2010 Mitglied der CDU. „Aber ich war nicht mit allem einverstanden, was die Parteispitze vorhatte“, sagt er. Und wechselte deshalb zur SPD. „Bei dieser Partei fühle ich mich einfach viel mehr zu Hause“, sagt er heute. Denn ist es bei den Sozialdemokraten vor allem das Thema soziale Gerechtigkeit, das ihn begeistert und zum politischen Mitmachen motiviert.

Nun hofft er, dass es vielen anderen Wassenbergern genauso geht.Dass sie sich einbringen und die Heimat gestalten wollen, und nur auf den richtigen Augenblick gewartet haben. Für Schnorrenberg sind die Jusos eine großartige Chance: „Es gibt viele junge Themen in Wassenberg, in die sich die Jungendliche und junge Erwachsene einmischen können“, betont Schnorrenberg.

Klassiker seien da beispielsweise das Thema Freizeitgestaltung und ganz konkret die geplante Mountainbike-Strecke in Wassenberg. Aber auch der Ausbau des Glasfasernetzes sei ein wichtiges Thema für Jugendliche. Internet habe heute schließlich eine immense Bedeutung – beruflich wie privat, sagt er.

Politisch korrekt ein Zeichen gegen Rechts zu setzen soll ebenfalls Aufgabe der Wassenberger Jusos sein. „Das ist ein Thema, das man aber über Parteigrenzen hinweg gemeinsam anpacken kann“, erklärt Schnorrenberg. Nicht zuletzt möchte Schnorrenberg mit der Wiederbelebung der Jusos den Gemeinschaftssinn wecken – auch mal ganz ohne politische Ambitionen, beim Fußball, im Karneval oder beim gemeinsamen Grillen im Sommer.

Dass er weiß, was die jungen Menschen bewegt, davon ist Schnorrenberg überzeugt. „Das bringt ja schon mein Beruf beim BDJK mit sich. Da muss ich mich in junge Menschen hineinversetzen, und durch ehrenamtliches Engagement bekommt man auch viel mit “, sagt er.

„Das beste Mittel gegen Politikverdrossenheit ist, sich selbst zu engagieren.“ Einige politisch Interessierte haben bereits Interesse bekundet, bei den Jusos mitzumachen. Schnorrenberg geht davon aus, mindestens mit einer fünfköpfigen Gruppe erneut in die Politik starten zu können. „Nach dem 21. Mai wissen wir mehr. Denn an diesem Tag findet ein Treffen für Interessierte um 19 Uhr in der Landgastube Brender am Roßtorplatz in Wassenberg statt“, sagt der 28-Jährige.

Interessierte können sich gerne per Email bei Markus Schnorrenberg unter markus.schnorrenberg@spdwassenberg.de melden.

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