„East Side Story“ am Cusanus: Uraufführung mit mehreren Premieren

Von: Monika Baltes
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Tanz, Livemusik, Lichteffekte: Zahlreiche Akteure auf und hinter der Bühne werden dem Publikum am Freitag und Samstag ein unterhaltsames und buntes Spektakel präsentieren.  Foto: Monika Baltes

Erkelenz. Natürlich freuen sie sich auf die Aufführung. Nach mehr als einem Jahr Probenarbeit geht es jetzt mit großen Schritten in Richtung Ziel: Uraufführung und Premiere des Musicals „East Side Story“.

Aber auch Wehmut schwingt mit. Denn einen großen Teil ihrer Freizeit haben die beteiligten 23 Akteure auf der Bühne gemeinsam verbracht, Choreografien einstudiert, Songs geübt, Texte gelernt. Diese herrliche Zeit neigt sich dem Ende zu. Der Literaturkurs „Musical“ der Oberstufe des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz ist eine „gute Clique“ geworden, er hat den Weg vom bunt zusammengewürfelten Haufen zur eingeschworenen Gemeinschaft gefunden. Bewegend erzählen die Akteure von Freundschaften, die auf anderem Wege sicher nicht zustande gekommen wären, von Kontakten, die es sonst nicht gegeben hätte. Begeisterung leuchtet in ihren Augen, wenn sie feststellen, was sie alles geschafft haben, dass sie stolz auf ihre Leistung sind. „Wir sind von uns selbst überrascht!“, lautet das Motto. Jetzt wird es Zeit, das Publikum zu verzaubern. Das dürfte ihnen nicht allzu schwer fallen, Begeisterung ist bekanntlich ansteckend.

Die Entstehung des Musicals mutet ein bisschen an wie die Schöpfungsgeschichte. Am Anfang stand nur ein Wunsch. Schüler des ehemaligen Mittelstufentheaters wollten ein Musical aufführen. Leider gab es keine passende Vorlage, um 14 Mädchen und drei Jungen in einer Aufführung unter- zubringen. Die Lehrer Jörg Diepenthal (Text) und Thorsten Odenthal (Musik) machten sich ans Werk und schrieben den Schülern das Musical sozusagen auf den Leib. Das war der Startschuss für ein Cusanus-Großprojekt: 23 Akteure auf der Bühne, sechs beteiligte Lehrer, zwei ehemalige Schüler, 15 Bühnenbauer, sechs Beleuchter, sieben Tontechniker, 11 Mitarbeiter der Maske, zwei Souffleusen – von den vielen helfenden Händen, die zwischendurch immer wieder nötig waren, ganz zu schweigen. Vom „unglaublich großen Engagement“ der jungen Schauspieler sind die Lehrer schwer beeindruckt. „Diese Begeisterung ist für einen Lehrer sehr erfüllend“, sagt Diepenthal. „Ich habe unheimlich viel zurückbekommen“, sieht auch Odenthal den „Riesenaufwand“ gerechtfertigt.

Schülerband spielt 15 Songs

Die Handlung auf der Bühne, mal witzig, mal traurig, mal rührend, thematisiert die Bereiche Jugend, Bildung, Gesellschaft und Medien, ist aber in erster Linie ein Musical über die Liebe ohne Grenzen. Die Mädchencliquen einer Gesamtschule und eines Elite-Internats liefern sich zum Teil handfeste Auseinandersetzungen. Als sich eine Internatsschülerin in einen Gesamtschüler verliebt, wird eine Intrige inszeniert, die es später bitterlich zu bereuen gilt...

Insgesamt 15 Songs begleiten bei den Aufführungen im Atrium des Cusanus die Geschichte, die von einer mit Schülern besetzten Band live gespielt werden. Auch die Band gehört zu den „Neuschöpfungen“, in der Formation haben die fünf Musiker vorher noch nie gespielt.

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