Heinsberg - Droh-E-Mails an Heinsberger Realschule: Übler Scherz?

Weltmeisterschaft Weltmeister WM Pokal Russland Fifa DFB Nationalmannschaft

Droh-E-Mails an Heinsberger Realschule: Übler Scherz?

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
5526472.jpg
Am Montag war in der Realschule Heinsberg eine anonyme E-Mail mit dem Hinweis auf eine mögliche Gewalttat eingegangen. Der Schulleiter schaltete die Polizei ein. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Aufregung an der Heinsberger Realschule: Zwei anonyme E-Mails, in denen eine mögliche Gewalttat angekündigt wurde, haben dafür gesorgt, dass vor Schulbeginn am Mittwochmorgen Polizei-Kontrollen auf dem Schulgelände an der Schafhausener Straße stattfanden.

Die Telefone standen am Mittwochvormittag nicht still bei Hedwig Caron im Sekretariat der Heinsberger Realschule und bei Schulleiter Reinhard Welters. Grund dafür waren anonyme Drohungen gegen die Realschule und die Reaktion von Schulleitung und Polizei darauf.

Bereits am Montag war in der Schule eine anonyme E-Mail mit dem Hinweis auf eine mögliche Gewalttat eingegangen. Welters informierte die Polizei, die ihre Ermittlungen aufnahm. Ein konkreter Tatverdacht habe sich daraus jedoch ebenso wenig ergeben wie ein möglicher Zeitpunkt, so der Schulleiter.

Am Dienstagabend sei dann bei der Polizei eine zweite anonyme E-Mail eingegangen, in der sich der Zeitpunkt für eine mögliche Gewalttat auf den gestrigen Mittwoch konkretisiert habe.

Da niemand habe sagen können, ob es sich um eine ernsthafte Drohung oder nur um einen üblen Scherz gehandelt habe, seien am Mittwochmorgen beim Betreten der Schule von der Polizei alle Taschen auf Waffen hin überprüft worden, so Welters. Dabei wurde laut Polizeibericht nichts Verdächtiges gefunden.

Dramatische Reaktion

„Alle haben sehr besonnen reagiert“, erklärte der Schulleiter am Mittag. „Allerdings gab es einige dramatische Reaktionen von Eltern.“ Zu Unterrichtsbeginn hätten alle Lehrer den Schülern die Situation in den jeweiligen Klassen erläutert. Allen Schülern sei zudem die Möglichkeit gegeben worden, mit ihrem Handy mit den Eltern zu telefonieren und sich auch von ihren Eltern wieder abholen zu lassen. Etwa die Hälfte der Schüler habe daraufhin im Laufe des Vormittags die Schule verlassen.

„Für eine Schule ist eine solche Situation immer ein Spagat“, erklärte der Schulleiter. Auf der einen Seite gerate damit ihr Ruf schnell in Gefahr. „Wenn wir aber die Kinder, die wir hier haben, nicht offensiv schützen, dann machen wir etwas falsch!“, stand er hinter der Polizeiaktion am Mittwochmorgen. „Wir haben offen Präsenz gezeigt. Das finde ich gut!“, betonte er.

Der Unterricht in der Schule lief nach der Kontrollaktion zu Unterrichtsbeginn ganz normal weiter. Es wurden Klassenarbeiten geschrieben und es fand sogar eine Lehrprobe statt.

Die Polizei steht in engem Kontakt mit der Schulleitung. Ob es sich hierbei um einen üblen Scherz handelte, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert