Dreitägiges Fest: Wegberg feiert 40. Geburtstag

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
5785723.jpg
Bürgermeister Reinhold Pillich hielt die Festrede in der Feierstunde zum 40-jährigen Stadtjubiläum von Wegberg. Foto: Koenigs

Wegberg. Gründungsjubiläen von Städten, bei denen die Akteure und Zeitzeugen der Gründung noch mitfeiern können, sind in den hiesigen Breitengraden eher selten. Am Wochenende feierte Wegberg den 40. Geburtstag als Stadt im Rahmen eines dreitägigen Festes.

Bei der Eröffnungsveranstaltung im Festzelt auf dem Rathausplatz waren viele der politisch Verantwortlichen dabei, um gemeinsam auf die ersten 40 Jahre der Stadt im Tal der Mühlen zurückzuschauen. In seiner Festrede ließ Bürgermeister Reinhold Pillich die Stationen der jungen Stadtgeschichte seit dem 5. Juni 1973 Revue passieren. An diesem Datum wurde die Ernennungsurkunde und damit die Aufnahme Wegbergs in den Reigen der Städte ausgestellt. „Viele jüngere Menschen kennen unsere Stadt nicht mehr anders, als sie sich heute darstellt“, erklärte Pillich. Deshalb erinnerte er noch einmal an die einzelnen Schritte Wegbergs auf dem Weg von der Gemeinde zur Stadt.

Vor der Ernennung zur Stadt war schon einiges passiert, das die Entwicklung einleitete, denn in der Urkunde des Landes NRW ist die Rede von „intensiven Bemühungen der Gemeinde um eine konsequente Aufwärtsentwicklung“. Gemeint waren damit die Erweiterung des Krankenhauses im Jahr 1964, der Bau der Realschule (1969) und der Bau des Schulzentrums. Dieses wurde durch die Eröffnung des Gymnasiums 1975 und die Fertigstellung der Hauptschule 1983 komplettiert. In den 70er- und 80er Jahren schuf Wegberg alles, was man im landläufigen Sinne in einer Stadt erwarten würde: eine moderne Feuerwache, ein Hallenbad sowie eine sanierte Innenstadt mit Fußgängerzone.

Diese „planerischen Meilensteine“ gingen aber auch einher mit notwendigen Veränderungen, wie sie durch die Schließung des britischen Nato-Militärflughafens ausgelöst wurden. Damals, so Pillich, habe sich die Frage gestellt, was mit dem Gelände geschehen solle. Die Antwort ist heute in Form des Industrie- und Gewerbeparks Wildenrath ein Aushängeschild der Stadt. Als „Geschenk des Himmels“ bezeichnete er 1995 dabei die Entscheidung der Siemens AG, das geplante Prüfzentrum für Schienenfahrzeuge in Wegberg zu realisieren. Ab 1999 lag die Vermarktung des Areals in der Verantwortung der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die vor einigen Monaten um das Geschäftsfeld der Wirtschaftsförderung erweitert worden ist.

Die Weichen für die weitere Entwicklung wurden 2003 mit dem Beginn des Stadtmarketingprozesses gestellt. Dieser sorgte neben der touristischen Ausrichtung der Stadt auch für das Kulturprogramm, für das Wegberg heute bekannt ist. Mit rund 60 000 Übernachtungen und 30 000 Tagestouristen pro Jahr sei Wegberg heute ein touristisches Schwergewicht im Kreis. Weitere Aufgaben wie die Fusion der Pfarrgemeinden hielten die Wegberger aber weiter auf Trab und sorgten für stete Veränderung.

Für die Zukunft sagte Pillich seiner Stadt einen weiteren Wandel voraus. Denn die Veränderung der Altersstruktur in der Gesellschaft erfordere ein Umdenken in der Stadtplanung und einen verstärkten Wettbewerb mit den Nachbargemeinden um den Zuzug von Neubürgern. „Ich bin sicher, dass wir uns auch in Zukunft gemeinsam und mit Herzblut und neuen Ideen für unsere Stadt einsetzen werden“, schloss Pillich seine Rede. Nach einem Vortrag von Karl Bertrams in Mundart und dem Fassanstich spielte die Band „Fun“ am Brunnen auf.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert